OMV konnte mit seinen Halbjahresergebnissen überzeugen. Der österreichische Öl- und Gasförderer lieferte auch dank weiterer Zukäufen eine Umsatzsteigerung um 7% auf 11,878 Mrd. EUR ab. Was nicht heißt, dass es  keine Herausforderungen gab. Insbesondere der weiterhin schwache Ölpreis hinterließ seine Spuren. So steigerte OMV zwar die tägliche Fördermenge um 13% auf 482.000 Öläquivalent (Öl und Gas vereinheitlicht). Dennoch könnte zum Jahresende der Umsatz unter den Erwartungen liegen, falls der Ölpreis weiter unter der OMV-Prognose von 65 USD je Barrel bleibt.

Insgesamt erreichte OMV eine überproportionale Steigerung beim operativen Gewinn (EBITDA plus 23,3%, EBIT plus 23,4%). Geschafft wurde dies hauptsächlich durch ein aktives Asset Management – Zukäufe und Verkäufe von Förderkapazitäten -, so dass die Förderkosten auf 6,87 USD je Barrel Öläquivalent abgesenkt wurden. Mit dem Ziel, die Fördermengen insgesamt auf knapp unter 500.000 Öläquivalent pro Tag weiter anzuheben, dürfte OMV Spielraum auch für weitere Investitionen und  Gewinnzuwächse erhalten.

Hinsichtlich des Kreditprofils hat der österreichische Konzern in den vergangenen Jahren zwar deutlich in der  Bruttoverschuldung zugelegt (insbesondere durch weitere Akquisitionen im Förderbereich). Außerdem wurden erst im Juni  zwei weitere Senior-Anleihen im Gesamtvolumen von 1 Mrd. EUR platziert. Deren Erlöse sollen aber die im November und im Februar kommenden Jahres fällig werdenden Senior-Bonds refinanzieren. Insgesamt nahm die Nettoverschuldung gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 um 8,2% auf 5,27 Mrd. EUR zu. Dem stehen liquide Mittel in Höhe von knapp 3,7 Mrd. EUR gegenüber. Also noch relativ unproblematisch.

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