Bisherigen Lesern unseres Börsenbriefes dürfte der Name China Evergrande noch etwas sagen. Denn dahinter verbirgt sich einer der größten Immobilienentwickler aus dem Reich der. Mitte. Doch es ist auch bekannt, dass der  Immobiliensektor in den vergangenen Jahren zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen war. Dies liegt in der  Hauptsache an den regulatorischen Eingriffen der Regierung. Deshalb hat China Evergrande bereits vor zwei Jahren eine  umfassende Strategieänderung angestoßen. Diese besagt, dass man mit den Gewinnen aus dem Immobiliengeschäft in neue  Wachstumsmärkte expandieren will. Die bisherigen Erfolge bzw. Ansätze können sich dabei sehen lassen.

So ist die Gruppe im Bereich Tourismus engagiert. Ein weiteres Standbein hat man im Gesundheitssektor geschaffen, wo man beispielsweise auch spezielle Angebote für ältere Kunden schaffte. Dieser Bereich wird speziell durch die Tochter  Evergrande Health bearbeitet, die selbst börsennotiert ist, und an der Evergrande 75% hält. Evergrande Health ist neben dem  Gesundheitssektor auch im Medienbereich tätig und fungiert auch als Investment-Vehikel für andere Aktivitäten. Doch die  wohl spannendste Aktivität von Evergrande betrifft ein anderes Feld: Die E-Mobilität.

Hier hat man in den vergangenen Monaten umfangreiche Aktivitäten entfaltet. Einige Beispiele: Gemeinsam mit dem deutschen Spezialisten für Elektroantriebe Hofer Powertrain hat man ein Joint Venture gegründet, das insbesondere Entwicklungen für den Antriebsstrang vorantreiben und in China entsprechende Forschung- und Entwicklungskapazitäten aufbauen soll. Bereits im Januar kaufte Evergrande eine Kontrollmehrheit am japanischen  Batteriehersteller Cenat Nun. Das Besondere an diesem Unternehmen: Es arbeitet auf Basis der Forschungen von Kazunori Ozawa, der als „Vater der Lithium-Batterie“ gilt. Ebenfalls im Januar übernahm der Immobilienkonzern die Mehrheit an der schwedischen NEVS. Hierbei handelt es sich um den Nachfolger des Automobilherstellers SAAB. Über NEVS hat sich  Evergrande zusätzlich auch beim Sportwagenhersteller Koenigsegg mit 20% beteiligt. 

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