Der US-Industriekonzern General Electric hatte gerade seinen „Wirecard-Effekt“. Denn in einer gerade veröffentlichten 175 Seiten starken Studie wird dem Unternehmen massive Bilanzmanipulationen vorgeworfen. GE soll mögliche Verluste über 38 Mrd. USD und einen entsprechend hohen Finanzbedarf verschleiert und die Bilanz geschönt haben.

Dabei geht es ganz konkret einerseits um die Beteiligung am Öl- und Gaskonzern Baker Hughes, für den ein  Abschreibungsbedarf von rund 9 Mrd. USD bestehen soll. Andererseits soll aus dem bereits 2008 beendeten Geschäft mit  Pflegeversicherungen ein Gesamtverlust von 29 Mrd. USD drohen, für den noch keine Rückstellungen gemacht worden seien. Das Problem für GE: Gerade der letzte Punkt ist nicht neu, sondern sorgte schon in den vergangenen Jahren für  milliardenschwere Belastungen.

Hinzu kommt, dass der Vorwurf von einer durchaus renommierten Seite kommt. Denn die Vorwürfe wurden durch den Betrugsexperten Harry Markopolos aufgeworfen, der damals den Milliardenbetrug des Fondsmanager Bernhard Madoff aufdeckte, also über eine gewisse Reputation im Markt verfügt.

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