Die jüngsten Einlassungen von Notenbanken wie der Fed oder der EZB verstärken im Markt den Eindruck, dass wir uns auf viele Jahre hinaus mit der Tatsache von Niedrigzinsen abfinden müssen. Aktuelle Umfragen signalisieren, dass viele institutionelle Anleger wie beispielsweise Versicherer oder Altersvorsorgeeinrichtungen bis ins nächste Jahrzehnt hinein mit einer Fortsetzung der Niedrigzinsphase (sogar mit ihrem möglichen Ausbau) rechnen. Das schürt natürlich Anlagesorgen und könnte zu einem generellen  Umdenken in der Asset Allocation führen.

Wir hatten es an dieser Stelle schon diskutiert, dass trotz eines immer höheren Anteils negativer Renditen, insbesondere bei europäischen Staatsanleihen, aber auch zunehmend bei Firmenbonds, noch positive Renditen  erwirtschaftet werden können, wenn man einen Total-Return-Ansatz hat. Doch je stärker das negative Zinsniveau ausgebaut wird, umso dünner wird die Renditedecke und lässt sich selbst bei moderaten Inflationsraten nicht dauerhaft durchhalten. Kein Wunder, dass  immer mehr institutionelle Anleger nach Alternativen suchen.

Natürlich wäre der Aktienmarkt hier als Erstes zu nennen, hat allerdings mit den entsprechenden Volatilitäten auch ein inneres Risiko, das gerade solche Investoren scheuen, die auf verlässliche Erträge angewiesen sind. Deshalb werden immer  mehr Assets wie Immobilien, Infrastrukturen bis hin zu Private Equity/Alternative Investments als Ziel neuer Investitionen genannt. Aktuell wird dabei zwar eher von kurz-bis mittelfristigen Anlagehorizonten ausgegangen.

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