Unter dem Strich lieferte der Cash-und Carry-Konzern Metro im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnzuwachs ab. Allerdings basierte dieser nur auf Sondererträgen aus Immobilienverkäufen. Dadurch konnte das Unternehmen einen Gewinnanstieg um 6% auf 344 Mio. EUR ausweisen. Wie es tatsächlich steht, zeigte allerdings der operative Gewinn. So blieb das bereinigte Ergebnis auf Basis EBITDA mit 1,4 Mrd. EUR rund 40 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.

Schuld an der schwachen operativen Vorstellung war insbesondere das Russland-Geschäft. Dieses steckt weiterhin mitten im Umbau und es ist nicht zu erwarten, dass hier schon im neu angelaufenen Geschäftsjahr positive Beiträge kommen. Vielmehr rechnet Metro damit, dass man im Geschäftsjahr 2018/2019 beim EBITDA erneut einen Rückgang zwischen 2 bis 6% verzeichnen muss. Dabei soll nicht nur die Restrukturierung in Russland kosten, sondern auch die nötige Digitalisierung des Geschäftes.

Dennoch: Die dicksten Brocken der laufenden Neuausrichtung dürften inzwischen im Markt verdaut sein. Dazu gehört auch die  Trennung von der Supermarkt-Kette Real, für die es nach Medieninformationen inzwischen mindestens sechs potenzielle Interessenten geben soll. Die Ergebnisse von Real sind schon aus den Geschäftszahlen der Metro herausgerechnet. Unter dem Strich besteht hier entsprechend nur noch die Phantasie eines guten Verkaufserlöses.

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