An den europäischen Börsen hielt die Freude über das Ausbleiben negativer Überraschungen bei den Wahlen zum Europäischen Parlament nicht lange an. Der Verhandlungsmarathon zwischen den USA und China kommt hingegen zu keiner baldigen Einigung, wenn man den letzten Aussagen des US-Präsidenten Glauben schenkt. Wenn die Märkte über den Sommer in einem „No-deal“-Szenario leben müssen, das unweigerlich eine Abschwächung der Weltkonjunktur nach sich zöge, würde das weiteren Kursavancen an den Aktienmärkten den Garaus machen.

Vernünftigerweise würde China zwar im Binnenmarkt die eigenen Möglichkeiten, mit Fiskal- und Geldpolitik gegenzusteuern, vollumfänglich ausschöpfen. Zuerst einmal aber würde das geringere Wachstum in vollem Umfang in der realen Wirtschaft ankommen und logischerweise entsprechende Kursverluste an den Aktienmärkten auslösen, bevor die Besserung sichtbar werden würde. Dieses Risiko scheint umso größer, da die Aktienmärkte am Mittwoch ihre bisherigen Mai-Tiefststände herausgenommen haben. Es hängt also einiges am bekannten „seidenen Faden“.

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