Die global zweitgrößte Container-Reederei A.P. Moller-Maersk treibt ihren Umbau voran. Nachdem man bereits Anfang des Jahres die Ölsparte Maersk Oil für 7,4 Mrd. USD an den französischen Öl-Multi Total verkauft hatte, steht nun das nächste Projekt auf dem Plan. Denn nun laufen Planungen an, um die Bohranlagensparte Maersk Drilling spätestens im nächsten Jahr zu verkaufen. Dies soll über einen Börsengang geschehen.

Dieser Schritt ist folgerichtig. Denn in den früheren Jahren erzielte Maersk insbesondere Synergie-Effekte aus den eigenen Ölförder-Aktivitäten und der Bohranlagensparte. Mit dem Verkauf des Fördergeschäftes kann die nun zur Disposition stehende Sparte kein Kerngeschäft mehr sein. Was auch bedeutet, dass sich Maersk wohl noch weiter aus dem Energiesektor zurückziehen wird, wenn hier ein Börsengang gelingt. Denn noch ist man auch in der Versorgung von Ölplattformen über die Tochter Maersk Supply Service engagiert.

Hinsichtlich der möglichen Größenordnung gehen Analysten von einer Bewertung der Bohranlagensparte im Bereich von 4,4 Mrd. USD aus. Im zweiten Quartal konnte die Sparte einen Umsatz von 366 Mio. EUR (ein Anstieg um 5%) und einen operativen  Gewinn auf Ebene EBITDA von 159 Mio. EUR (+3 %) ausweisen. Im Vergleich zum dann fortgeführten Geschäft zeigt sich schon, dass es sich hier  inzwischen um Randaktivitäten handelt.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren