Jackson Hole ist eigentlich nur ein Tal im US-Bundesstaat Wyoming. Und doch steht diese ländliche Abgeschiedenheit jedes Jahr im Spätsommer im Fokus der globalen Märkte. Denn dort findet jährlich das Gipfeltreffen der wichtigsten Notenbanker der Welt statt. Und die haben in diesem Jahr viel zu bereden.

Seit gestern läuft das Treffen, das offiziell eher unverfängliche Themen auf der Agenda hat. So wollen sich die Zentralbank-Chefs über die Tendenzen zur Marktkonzentration auf wenige Firmen, insbesondere im Technologiesektor, unterhalten. Ebenfalls soll es um den Bereich E-Commerce und den Wandel in der Bankbranche gehen. Doch jeder weiß, dass ganz andere Themen den Notenbankern auf den Nägeln brennen dürften.

Denn in den vergangenen Monaten sind wieder die Krisenszenarien in die Geldpolitik zurückgekehrt. Nachdem in den letzten zwei, drei Jahren immer mehr Notenbanken dazu übergegangen waren, aus ihrem Krisenmodus nach der Finanzkrise 2008/2009 herauszukommen (wobei die Fed sicherlich mit am weitesten ist), stehen plötzlich neue Herausforderungen auf der Schwelle. Insbesondere die Handels- und Zollstreitigkeiten zwischen den USA, China und Europa sowie die Krise in der Türkei und den möglichen Abfärbungen daraus auf andere Emerging Markets bedürfen einer Einschätzung.

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