Mit der Vorlage des Berichtes zum zweiten Fiskalquartal könnte sich der Maschinenbauer Heidelberger Druck tatsächlich neue Optionen  auch am Kapitalmarkt eröffnet haben. Denn mit einem überraschend guten Ergebnis kann das Unternehmen einerseits den schwachen  Jahresauftakt kompensieren. Andererseits stellt man damit unter Beweis, dass die Neuausrichtung im Geschäftsmodell in Richtung  Digitalisierung und Abonnement-Modelle tatsächlich funktionieren könnte.

Insgesamt setzte Heidelberger Druck im vergangenen Quartal 642 Mio. EUR um, ein Plus von 9% zum Vorjahr. Der Auftragseingang  konnte dabei um gut ein Prozent auf 648 Mio. EUR verbessert werden. Vor der Einrechnung von derzeitigen Restrukturierungskosten  erhöhte sich der operative Gewinn auf Ebene EBITDA um stattliche 28% auf 55 Mio. EUR. Die Marge wurde um 1,5 Prozentpunkte auf 8,9% verbessert.

Was das neue Geschäftsmodell angeht, konnte Heidelberger Druck mitteilen, dass das Abogeschäft im Rahmen des Auftragsbestandes  inzwischen auf über 10% geklettert ist. Mittelfristig will der Maschinenbauer hier einen Anteil von rund einem Drittel erreichen. Apropos  Prognosen. Diese wurden bestätigt und sehen eine EBITDA-Marge zwischen 6,5-7% vor. Im Nachsteuerergebnis will  Heidelberger Druck ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen. Aber nicht nur operativ will man vorankommen. Auch in der Finanzstruktur  gibt es noch einiges zu tun. Durch die Umstellung auf die neue Rechnungslegung IFRS 16 wies Heidelberger Druck zwar eine Erhöhung  der Nettofinanzschulden auf 416 Mio. EUR aus. Immerhin konnte man aber im zweiten Quartal den bislang deutlich negativen Free Cashflow  auf -16 Mio. EUR sichtbar reduzieren (Vorjahr -42 Mio. EUR). 

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