Die deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd ist ebenfalls mit einem kräftigen Gewinnanstieg in das neue Jahr gestartet. Wobei man mit Blick auf das zweite Halbjahr wohl die erwarteten Entwicklungen mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen dürfte.

Für das erste Quartal meldete die Reederei eine Verbesserung des operativen Gewinns um den Faktor drei auf 4,3 Mrd. EUR. Vor kurzem hatte Hapag-Lloyd deshalb auch schon seine Jahresprognose angehoben. So rechnet das Schifffahrt-Unternehmen mittlerweile mit einem EBITDA zwischen 13,6 und 15,5 Mrd. EUR. Die bisherige Prognose, die Ende April angehoben wurde, lag zwischen 10,7 und 12,4 Mrd. EUR. Der Analystendurchschnitt liegt bislang bei 12,89 Mrd. USD.

Wir hatten zuletzt in Ausgabe 10/22 Hapag-Lloyd im Gespräch. Damals hieß es noch, dass die Reederei vielleicht für das zweite Halbjahr mit einer gewissen Entspannung bei den Lieferketten rechnet. Aus diesem vielleicht ist jetzt eine etwas stabilere Erwartung geworden. Wie der Vorstandschef Rolf Habben Jansen erklärte, würden die Abfertigungen beispielsweise vor den amerikanischen Westküsten-Häfen inzwischen besser laufen. Außerdem rechnet man in den nächsten Monaten mit einer wesentlichen Entspannung bei der Lage in China. Und es würden neue Schiffe in Dienst gestellt, die ebenfalls die Kapazitätssituation verbessern könnten.

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