Erst haben sich die EZB-Granden geziert, jetzt bekommen wir quasi im Wochentakt immer neue Bestätigungen geliefert, dass sich die Europäische Zentralbank auf eine erste Zinserhöhung im Juli vorbereitet. Sie erinnern sich:

Wir hatten an dieser Stelle vor wenigen Monaten noch konstatiert, dass das, was die EZB damals ablieferte, fast schon an Arbeitsverweigerung grenzte. Vor dem Eindruck der weiterhin extrem hohen Inflation und dem, was bei einem möglichen Energie-Embargo gegenüber Russland noch kommen könnte, scheint sich nun die EZB durchgerungen zu haben, zumindest erste Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Der Termin Juli ist jetzt zwar noch nicht offiziell bestätigt. Nur so weit, dass EZB-Chefin Lagarde erklärte, dass die erste Zinserhöhung einige Zeit nach dem Ende der Netto-Anleihenkäufe stattfinden wird. Dieses Ende soll Anfang des dritten Quartals, also im Juli erfolgen. Die spannende Frage ist dann sicherlich, in welchem Umfang hier dann die EZB zu Werke geht. Wir würden aus den bisherigen Erfahrungen heraus eher an eine symbolische bzw. moderate Erhöhung um erstmal 25 Basispunkte denken. Insgesamt wird im Markt mit zwei oder drei Zinserhöhungen in diesem Jahr von Seiten der EZB gerechnet.

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