Die führende deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd konnte mit ihren Halbjahreszahlen die Erwartungen deutlich übertreffen. Wie das Unternehmen bekannt gab, steigerte man in den ersten sechs Monaten den Umsatz um 14,8% auf 6,24 Mrd. EUR. Der starke Anstieg basierte dabei vor allem auf deutlichen Zuwächsen bei den realisierten Frachtraten. Diese kletterten pro Standardcontainer (TEU) auf 1.063 USD, ein Plus von 5,2% zum Vorjahr.

Auch die anderen Kennzahlen konnten sich sehen lassen. Beim EBITDA schaffte Hapag-Lloyd mit 956 Mio. EUR mehr als eine Verdopplung. Das Konzernergebnis lag letztlich bei 146 Mio. EUR, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 101 Mio. EUR geschrieben hatte. Ebenfalls ein kräftiges Wachstum zeigte sich beim Free Cashflow, der von 366 Mio. EUR auf 768 Mio. EUR anstieg.

Einziger Minuspunkt war der deutliche Anstieg der Nettoverschuldung um über 16% auf 6,23 Mrd. EUR. Allerdings ist Hapag-Lloyd hier kein Einzelfall, denn der Anstieg ist auf eine Umstellung bei der Bilanzierung auf den neuen Standard IFRS 16 zurückzuführen. Hierbei werden zukünftig Leasingverbindlichkeiten anders bilanziert. Ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, geht es darum, Leasingverbindlichkeiten, die bislang faktisch als Operating-Leasing nicht in der Bilanz erschienen, entsprechend als tatsächliche Verbindlichkeiten zu erfassen.

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