Beim Rückversicherer Hannover Rück lief es im zweiten Quartal deutlich besser. Allerdings steckt hier wieder einmal der Teufel im Detail. Denn das Unternehmen profitierte vor allem von einem überraschend hohen Gewinn aus seinen Kapitalanlagen. Außerdem wirkte sich die Beteiligung an dem Abwicklungsspezialisten Viridium positiv aus, der erst im April das deutsche Geschäft mit Lebensversicherungen vom italienischen Generali-Konzern übernommen hatte.

Insgesamt konnte Hannover Rück im zweiten Quartal rund 369 Mio. EUR verdienen. Dies entsprach einem Plus von 31% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings hatte der Markt hier noch mit etwas mehr gehofft. Was allerdings nicht so ins Gewicht fallen dürfte, da damit auf jeden Fall der Weg weiter geebnet erscheint, dass das Konzernziel von 1,1 Mrd. EUR Jahresüberschuss erreicht wird. Wobei dazu gesagt werden muss, dass sich die Analystengemeinde bereits schon auf einen Jahresgewinn von rund 1,2 Mrd. EUR eingeschossen hat.

Positiv zum Quartalsergebnis trug auch bei, dass bei der Regulierung von Schäden wesentlich weniger Geld ausgegeben werden musste als erwartet. So fielen nur 140,5 Mio. EUR an statt erwarteter 370 Mio. EUR. Insgesamt  zeigte sich dennoch, dass sich die Schaden-Kosten-Quote im zweiten Quartal um 2,1 Prozentpunkte auf 97,7% verschlechterte.  Je geringer die Quote hier ausfällt, desto profitabler ist das Versicherungsgeschäft.

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