Die größte deutsche Reederei Hapag-Lloyd (und Nummer 5 in der Weltrangliste) will etwas gegen ihre Verschuldung tun. Diese hatte sich vor zwei Jahren deutlich erhöht, nachdem man sich mit der arabischen Reederei UASC zusammengeschlossen hatte. Nun, da die Integration weitestgehend abgeschlossen wurde und Hapag- Lloyd, wie zuletzt berichtet, recht positiv in die Zukunft blickt, soll auch die Verschuldung wieder  zurückgeführt werden.

Als erstes trifft es die ursprünglich bis 2022 laufende 6,75%-ige EUR-Anleihe. Diese wird zum Stichtag nächsten Montag vorzeitig zurückgezahlt. Rückzahlungspreis sind 103,375%. Damit steht dem Markt nur noch eine bis 2024 laufende Anleihe zur Verfügung mit einem Kupon von 5,125% und einem Gesamtvolumen von 450 Mio. EUR.

Auch an anderer Stelle dürften demnächst Veränderungen anstehen. Denn die erst vor dreieinhalb Jahren an die Börse gekommene Aktie von Hapag- Lloyd dürfte wohl aus dem SDAX herausfallen. Nach weiteren Zukäufen der beiden Großaktionäre Klaus-Michael Kühne und der chilenischen Reederei  CSAV ist der Streubesitz von Hapag-Lloyd mittlerweile auf unter 10% gefallen, was die Aktie für eine Indexmitgliedschaft disqualifiziert. Allerdings dürfte es wohl  relativ egal sein, dass Hapag-Lloyd dann nicht mehr im SDAX ist, da die jüngsten Kursbewegungen der Aktie sowieso mit der Indexmitgliedschaft nichts mehr zu tun hatten.

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