Am kommenden Montag wird in Griechenland womöglich ein ganz neues Spiel eröffnet. Denn geht es nach allen derzeitigen Umfragen, wird  die momentan oppositionelle Nea Dimokratia, also die Konservativen, mit deutlichem Abstand zur regierenden Syriza-Partei den Wahlgang gewinnen.

Damit hat sich Noch-Premier Alexis Tsipras ordentlich verrechnet. Denn er war es, der nach dem eigenen Debakel der Europawahl die eigentlich für Oktober geplanten Parlamentswahlen auf Juli vorzog und sich damit jeder Chance selbst beraubte, in den eigentlich verbleibenden Wochen das  Stimmungsruder wieder herumzureißen.

Die Bilanz von Tsipras/Syriza ist dabei mehr als bescheiden. Trotz seiner konfrontativen Verhandlungstaktik gegenüber der Troika 2015 musste Tsipras  am Ende ein noch härteres Sparprogramm unterschreiben und durchsetzen, was die zaghaften Wachstumserfolge 2014 schnell wieder zunichte machte.  Zwar konnte sich die griechische Wirtschaft in den vergangenen Quartalen auf niedrigem, aber immerhin positiven Niveau stabilisieren. Doch nahm die Staatsverschuldung zuletzt wieder auf über 181% des BIP zu.

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