[vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Ein Grund, warum die südafrikanische Wirtschaft derzeit so große Probleme hat, liegt auch im schwierigen Umfeld am Goldmarkt. Zwar hatte sich bekanntlich der Goldpreis seit Jahresanfang von knapp 1.120 USD je Feinunze zeitweise wieder auf fast 1.300 USD verbessern können. Doch seit Monaten läuft der Goldpreis in einem Seitwärtstrends ohne ersichtliche Impulse, die dies nachhaltig ändern könnten. Zwar gab es in den vergangenen Tagen kräftigere Kursgewinne wegen der Kriegsrhetorik zwischen den USA und Nordkorea. Doch die Möglichkeit, dass Gold seinen Ruf als Krisenmetall über einen längeren Zeitraum ausspielen könnte, dürfte begrenzt sein.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“16369″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die limitierten Potenziale spiegeln sich auch in der Goldnachfrage wider. Aktuell hat der World Gold Council die Nachfrage- und Angebotszahlen für Gold im zweiten Quartal veröffentlicht. Dabei wird deutlich: Während es in den Nachfragesektoren Juweliere, Münzen, Notenbanken und Industrie gegenüber dem Vorjahreszeitraum Zuwächse gab, gab es insbesondere bei den Gold unterlegten ETFs einen deutlichen Rückgang der Nachfrage. Insgesamt wurde aus dem Investmentsektor gegenüber dem zweiten Quartal 2016 rund ein Drittel weniger Gold nachgefragt. Bei den goldunterlegten ETFs waren es sogar 76% weniger.[/vc_column_text][vc_column_text]Das dürfte, wenn sich hieraus ein Trend entwickelt, auch die Goldminen-Gesellschaften vor weitere Probleme stellen. Diese haben zwar die Zeiten der vorangegangenen Goldpreisschwäche dazu genutzt, um auf die Kostenbremse zu treten und teilweise auch unprofitable Minen außer Betrieb zu stellen. Doch innerhalb der Branche sind die Erfolge relativ unterschiedlich. Aus dem Bestand unserer bisherigen Empfehlungen konnten Newmont Mining und Barrick Gold bei der Vorlage ihrer Quartalszahlen überzeugen. Insbesondere Barrick Gold zeigte sich mit einem Gewinn je Aktie von 0,22 USD (erwartet nur 0,18 USD) und einem Umsatz von 2,16 Mrd. USD (erwartet 2,03 Mrd. USD) gut aufgelegt. Newmont Mining erreichte eine Umsatzsteigerung um 12,5% auf 1,88 Mrd. USD, während sich der adjustierte Gewinn je Aktie von zuvor 0,29 USD auf 0,46 USD erhöhte. Hier hatten die Analysten mit einem Rückgang auf 0,28 USD je Aktie gerechnet.[/vc_column_text][vc_column_text]Wackelkandidaten dürften dagegen Newcrest Mining und AngloGold Ashanti sein. Erstere hat bereits Produktionsdaten präsentiert, die insbesondere einen Rückgang der Unzen-Produktion sowie höhere Produktionskosten aufwiesen. AngloGold Ashanti warnte seinerseits davor, dass man für das erste Halbjahr aufgrund höherer operativer Kosten und Sonderfaktoren sogar einen Verlust zwischen 80 und 98 Mio. USD ausweisen könnte.[/vc_column_text][vc_column_text]Bei AngloGold Ashanti kommt erschwerend hinzu, dass sich die Lage in Südafrika geradezu dramatisch verschlechtert. Die dortige Goldindustrie hat ihre besten Tage schon lange hinter sich. War man in den siebziger Jahren noch mit Abstand Weltmarktführer in der Produktion, ist man heute nur noch auf dem siebten Platz der wichtigsten Fördererländer. Und die südafrikanische Regierung tut faktisch alles, um den Minengesellschaften das Leben schwer zu machen. Jüngstes Beispiel ist ein neues Gesetz, das verlangt, die Quote von Anteilseignern mit schwarzer Hautfarbe zu erhöhen. Gleichzeitig werden die Minengesellschaften mit zusätzlichen Abgaben belastet. Das ist der Grund, warum auch ein lange verhandelter Plan zum Verkauf der südafrikanischen Minen von AngloGold Ashanti an den heimischen Wettbewerber Harmony Gold nun scheitern dürfte.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Zwar hat sich AngloGold Ashanti schon längst verstärkt Abbaugebieten außerhalb von Südafrika zugewandt. Doch wenn es nun nicht gelingt, die südafrikanischen Minen loszuwerden, dürften sich diese als dauernde Belastung für die Ergebnisse des Unternehmens erweisen. Die selbst unter der Maßgabe, dass AngloGold umfangreiche Entlassungen plant.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“16370″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]In dieser Situation werden wir gegenüber den weiteren Perspektiven von AngloGold Ashanti bzw. seinen Anleihen negativer gestimmt. Mit Blick auf die bisher erreichte Performance insbesondere in den Musterdepots Dollar-Anleihen und Spekulativ ziehen wir aus defensiven Erwägungen nun den Schlussstrich und nehmen die guten zweistelligen Gewinne mit.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]