Flugzeugbauer: Warten auf die nächste Runde

//Flugzeugbauer: Warten auf die nächste Runde

Flugzeugbauer: Warten auf die nächste Runde

Schrecksekunde für Europas Vorzeigeunternehmen Nummer 1, Airbus. In den seit inzwischen 15 Jahren dauernden  Verhandlungen über die Rechtmäßigkeit von Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing hat die WTO in diesen  Tagen geurteilt, dass Airbus unrechtmäßig Unterstützungen erhalten hat. Deshalb hat man der klagenden Seite USA zugesprochen,  entsprechende Strafzölle verhängen zu dürfen. Dabei ging die WTO so weit, sogar Strafzölle von 100% zu genehmigen. Was natürlich für  erheblichen Wirbel und Sorge in Europa sorgte, weil Strafzölle natürlich im laufenden Konflikt der USA mit seinen Handelspartnern eine relativ  schnelle Waffe sind.

Allerdings: Umso größer war die Überraschung, dass die USA zumindest vorerst nur Strafzölle gegenüber Airbus von 10% verhängt haben. Das  dürfte damit zusammenhängen, dass in Kürze die WTO darüber entscheiden muss, ob auch der amerikanische Flugzeugbauer Boeing  unrechtmäßige Subventionen erhalten hat. Hier geht es vor allem um den Vorwurf, dass entsprechende Subventionen durch Staatsgelder im  Bereich der militärischen Forschung verschleiert wurden. Beobachter des Verfahrens gehen davon aus, dass die EU ihrerseits ebenfalls das Recht  zugesprochen wird, wegen dieser Subventionen entsprechende Strafzölle zu verhängen.

Insofern kann man die aktuell verhängten 10% Strafzölle gegen Airbus so interpretieren, dass Amerika zwar das ergangene Urteil nutzen  möchte, aber die europäischen Partner nicht allzu sehr reizen will. Denn Tatsache ist natürlich auch, dass Europa nach wie vor ein großer  Absatzmarkt für Boeing ist. Und es ist absehbar, dass Europa sogar noch an Gewicht gewinnen wird, denn der derzeit laufende Handelskrieg  zwischen den USA und China dürfte in dieser Hinsicht zu deutlichen Verschiebungen in den Auftragsvergaben zwischen Airbus und Boeing  führen. Ganz abgesehen davon, dass Airbus schon in Amerika große Produktionskapazitäten vorhält und entsprechende Strafzölle am Ende auf  den amerikanischen Markt 

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren
By |2019-10-07T14:37:36+00:0004.10.2019|Categories: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für Flugzeugbauer: Warten auf die nächste Runde

About the Author:

Die ICM concept GmbH arbeitet eng mit ihrer Muttergesellschaft, der ICM Investmentbank AG, in den Bereichen Research, Information und Finanzanlagen zusammen. Gemeinsam mit ihr nutzt sie die über viele Jahre erworbene Expertise in den Segmenten des Assetmanagement und der Vermögensverwaltung, um gezielt marktrelevante Informationen aufzubereiten und zugänglich zu machen. Weitere Infos unter www.i-c-m-concept.com.

ICM IN DEN TOP 10 DER PERFORMANCESTÄRKSTEN GELDMANAGER ÜBER 5 JAHRE

Unsere stete Suche nach noch besseren Strategien und Lösungen hat sich bezahlt gemacht: Im Ranking der Wirtschaftswoche belegt die ICM InvestmentBank AG den 5ten Platz der performancestärksten Geldmanager über fünf Jahre. Für uns kein Grund sich auszuruhen, sondern Anreiz, für unsere Kunden eine noch bessere Performance zu erreichen.

ANLEIHEN AKTIV GEMANAGT

Wir kombinieren Ihre Vorgaben zu Ihrem Anlagevolumen, Risikobudget und benötigtem Cashflow mit unserer Expertise zu Ländern, Branchen, Unternehmen und den verschiedenen Anleihe-Formen und entwickeln so Ihr individuelles Anleihen-Depot, das Erträge auch in unterschiedlichsten Marktlagen generieren kann. Und noch ein Vorteil unserer Anleihendepots: Über unsere Vermögensverwaltung diversifizieren wir in eine Reihe von Anleihen, weil wir uns - anders als andere - gerade nicht an Mindeststückelungen orientieren müssen. Damit vermeiden wir Klumpenrisiken.

PORTFOLIEN MIT AKTIEN UND AKTIENOPTIONEN

Unser international ausgerichtetes Aktienuniversum wird von einem eigenen Investmentteam ständig aktualisiert. Die Auswahl von 15 Titeln, die wir in die Kundenportfolios dann übernehmen, beruht auf der Übersetzung, dass diese besser als andere in der jeweiligen Peergroup abschneiden werden. Gleiches gilt für den ergänzenden Einsatz von Aktienoptionen. Eine Anpassung an veränderte Marktbedingungen kann so zeitnah erfolgen. Fokussierung geht hier im Sinne von Risikomanagement vor Individualität.