[vc_row][vc_column][vc_column_text]In dieser Woche berichten etliche europäische Autohersteller ihre Zahlen zum zweiten Quartal bzw. zum ersten Halbjahr. Doch wird die Bilanzvorlage insbesondere in Deutschland von den aktuell erhobenen Kartellvorwürfen überlagert. Daimler, BMW, Audi, Porsche und Volkswagen wird von den EU-Wettbewerbsbehörden vorgeworfen, sich nicht nur in technischen Fragen, sondern auch bei Preisen und Zulieferern abgesprochen zu haben.[/vc_column_text][vc_column_text]Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, drohen den beteiligten Unternehmen empfindliche Kartellstrafen. Um hier eine mögliche Größenordnung einzugrenzen, die Erinnerung an die Nutzfahrzeugbranche. Im vergangenen Jahr wurden Daimler, Iveco, Volvo und DAF wegen unerlaubter Preisabsprachen mit einer Gesamt-Kartellstrafe von rund 2,9 Mrd. EUR belegt. 1 Mrd. EUR ging dabei allein zulasten von Daimler.[/vc_column_text][vc_column_text]Den PKW-Herstellern drohen bei Nachweis eines Kartells ebenfalls milliardenschwere Bußgelder. Allerdings zeigt das eben angesprochene Beispiel, dass solche Strafen in der Regel keinen dauerhaften Eindruck am Kapitalmarkt hinterlassen, zumindest nicht bei Unternehmen der genannten Größenordnung. So konnte beispielsweise die Daimler-Aktie nach der Verhängung des Bußgeldes im vergangenen Jahr zeitweise bis um 25% an Wert zu legen, bevor die Affäre um Abgas-Manipulationen auch hier zunehmend ihre Spuren hinterließ.[/vc_column_text][vc_column_text]In dieser Ausgangslage werden die nun präsentierten Zahlen besonders genau unter die Lupe genommen.
Der Auftakt, den am gestrigen Mittwoch Daimler und PSA Peugeot lieferten, fiel allerdings sehr gemischt aus.[/vc_column_text][vc_column_text]Daimler enttäuscht[/vc_column_text][vc_column_text]Die gute Nachricht zuerst: Im zweiten Quartal konnte Daimler dank steigender Absatzzahlen erneut Höchstwerte bei Umsatz und Gewinn ausweisen. Allerdings blieb das Unternehmen unter den vorhergehenden Erwartungen. Mit einem Umsatzplus von 7% auf 41,16 Mrd. EUR schaffte Daimler zwar fast die Erwartung der Analysten von 41,2 Mrd. EUR. Beim operativen Gewinn auf Basis EBIT blieb das Unternehmen aber trotz einer Steigerung um 15% auf 3,7 Mrd. EUR dann doch deutlicher hinter den Erwartungen zurück (3,94 Mrd. EUR).[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Negativ wurde auch vermerkt, dass sich der operative Gewinn in der Nutzfahrzeugsparte dann doch deutlicher um 13% auf 543 Mio. EUR verringerte. Dies überlagerte letzten Endes die sehr positive Entwicklung in der Sparte Mercedes-Benz, die beim operativen Gewinn ein Plus von starken 70% auf 2,4 Mrd. EUR ausweisen konnte. Außerdem zerschlugen sich die Hoffnungen mancher Analysten, dass Daimler bei seiner EBIT-Prognose noch einmal nachlegen könnte. Diese hatte das Unternehmen zwar schon im April angehoben, doch bekanntlich wollen einige Analysten immer mehr.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“16488″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Für den von uns vor einigen Wochen empfohlenen neuen Langläufer von Daimler sieht es derzeit schwierig aus. Was allerdings weniger an den neuesten Zahlen liegen dürfte, sondern an den Kartellvorwürfen. Da wir grundsätzlich aber weiterhin keinen Zweifel daran haben, dass Daimler seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann, halten wir die Anleihe weiterhin in ihrem Marktsegment für attraktiv und raten zum Halten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“16489″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]PSA Peugeot auf der Überholspur.[/vc_column_text][vc_column_text]Geradezu ein Kontrastprogramm, zumindest in der Aufnahme der Zahlen im Markt, lieferte der französische Autobauer PSA Peugeot. Denn bevor das Unternehmen die deutsche Opel übernimmt, lieferte man noch Rekordwerte in der Profitabilität ab. Im ersten Halbjahr konnte das Unternehmen seine operative Marge von zuletzt 6,8% auf 7,3% steigern. Was umso bedeutsamer war, da sich PSA Peugeot grundsätzlich schwächeren Absatzzahlen im europäischen und chinesischen Markt gegenüber sah. Doch diese konnten dank höherer Preise kompensiert werden. Insgesamt meldete PSA einen Gewinn von 1,26 Mrd. EUR. Dies war deutlich mehr als die Markterwartungen, die von 1,07 Mrd. EUR ausgegangen waren. Und auch der Umsatz, der sich um 5% auf 29,2 Mrd. EUR erhöhte, übertraf die Analystenschätzungen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]In diesem Umfeld rechnen wir damit, dass auch die ausstehenden Anleihen des Unternehmens bzw. der einzelnen Konzern-Töchter weiterhin eine gute Figur machen können. Wobei wir uns nach wie vor auf die Anleihe der Finanzierungstochter PSA Tresorerie fokussieren. Denn diese liefert weiterhin die interessanteste Rendite. Nach einem kleinen Rücksetzer in den vergangenen Wochen könnte hier wieder etwas Momentum aufkommen. Deshalb an dieser Stelle auch eine erneute Kauf-Empfehlung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“16490″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“16491″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]