[vc_row][vc_column][vc_column_text] Nachdem bereits RWE und E.ON mit tiefroten Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr herauskamen, ist der nun veröffentlichte Milliardenverlust von EnBW keine Überraschung mehr. Der drittgrößte deutsche Energiekonzern musste für das zurückliegende Jahr einen Verlust von 1,8 Mrd. EUR ausweisen. Im Vorjahr hatte man noch einen Gewinn von 158 Mio. EUR erwirtschaften können.[/vc_column_text][vc_column_text]Dabei sorgten vor allem zwei Aspekte für den deutlichen Verlust. Zum einen belasten die Kosten für den Atomfonds die Bilanz. Im vergangenen Jahr hatten sich die vier in Deutschland tätigen Atomstrom-Konzerne RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall mit der Bundesregierung darauf geeinigt, insgesamt rund 23,6 Mrd. EUR in einen staatlichen Fonds einzuzahlen, der sich dann um die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll kümmert. Im Gegenzug können sich die Konzerne aus dieser bisherigen Verantwortung freikaufen.[/vc_column_text][vc_column_text]Für EnBW bedeutet diese Einigung einen Beitrag von 4,7 Mrd. EUR, was entsprechend das Ergebnis belastet. Der zweite Aspekt, der auf das Ergebnis drückte, liegt in der allgemeinen Preistendenz für Strom. Denn je mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert wird, umso stärker schrumpfen die Großhandelspreise. Für EnBW bedeutete dies im vergangenen Jahr, dass der Umsatz um knapp 9% auf 19,4 Mrd. EUR zurückging. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren ging um rund 8% auf 1,94 Mrd. EUR zurück.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Trotzdem zeigt sich EnBW optimistisch, ab diesem Jahr wieder eine positive Trendwende zu erreichen. So soll das bereinigte operative Ergebnis mindestens stabil gehalten bzw. bis zu 5% gesteigert werden können. Auf der anderen Seite bleibt man beim implementierten Sparprogramm. Das bedeutet auch, dass die Mitarbeiter des Konzerns teilweise auf Gehälter verzichten. Außerdem fällt eine Dividende für letztes Jahr aus.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“18109″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Am Kapitalmarkt machen die Anleihen von EnBW trotz der tiefroten Zahlen weiterhin eine sehr gute Figur. Was in der Hauptsache wohl auch damit zu tun hat, dass der Konzern im Gegensatz zu RWE und E.ON mehrheitlich in Staatsbesitz ist. Das schafft zumindest in der Wahrnehmung der Anleger eine subjektive Sicherheit, die sich auch in der Kursentwicklung widerspiegelt. Unter diesen Prämissen raten wir entsprechend dazu, sowohl die im konservativen Musterdepot enthaltene 2077er USD-Anleihe als auch die parallel dazu empfohlene 3,375%-ige EUR-Anleihe mit gleicher Laufzeit weiterhin zu halten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18110″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
EnBW: Milliarden-Loch wegen Atommüll-Kompromiss
Von © ICM Concept GmbH|2018-01-24T15:49:37+01:0030.03.2017|Kategorien: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für EnBW: Milliarden-Loch wegen Atommüll-Kompromiss
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