[vc_row][vc_column][vc_column_text]Gestern war es soweit. Der britische EU-Botschafter übergab offiziell die Scheidungspapiere, in denen Großbritannien seinen Austritt aus der EU erklärt. Nun liegen vor dem Vereinigten Königreich und den restlichen EU-Staaten zwei Jahre Mammut-Arbeit. Denn beide Kontrahenten – und davon muss man derzeit sprechen – müssen rund 21.000 Gesetzestexte auseinander dividieren. Die Bürokratie hat also ordentlich zu tun.[/vc_column_text][vc_column_text]Wie dieses bisher einmalige Experiment ausgehen wird, ist noch nicht abzusehen. Das betrifft auch die Haltung des Marktes, die weiterhin je nach Nachrichtenlage in die eine oder andere Richtung ausschlägt. Und während in Brüssel und London nun verhandelt wird, schauen die Investoren natürlich auch nach Frankfurt zur EZB. Denn sie gilt weiterhin als das wichtigste Stabilisierungsinstrument, um zumindest die Mitglieder der Euro-Zone gegen mögliche Verwerfungen aus den Brexit-Verhandlungen zu schützen. Allerdings:[/vc_column_text][vc_column_text]Die EZB hat neben dieser Aufgabe natürlich auch ihre eigene Agenda. Und die heißt derzeit ein erster Test, wie der Markt auf ein späteres Tapering, also eine schrittweisen Rückführung des Anleihenkaufprogramms, reagieren wird. Denn zur Erinnerung: Als die EZB im vergangenen Jahr entschied, Im Rahmen ihres Programms auch Unternehmensanleihen zu kaufen, kündigte sie ebenfalls an, ab April diesen Jahres das monatliche Volumen der Käufe von zuvor 80 Mrd. EUR auf wieder 60 Mrd. EUR zu senken.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_column_text]Das Anleihenkaufprogramm zeigte nach seiner Implementierung im vergangenen Jahr deutliche Wirkungen. So fielen die Renditen bei Investmentgrade-Anleihen auf ein zeitweises Tief von rund 0,60% im Durchschnitt. Seit September sind die Renditen allerdings wieder im  Steigen begriffen, auch wenn es augenscheinlich noch nicht genügend Abgabedruck gibt, um die durchschnittlichen Renditen deutlich über ein Prozent zu treiben.[/vc_column_text][vc_column_text]Allerdings rechnen Marktteilnehmer damit, dass dies nur noch eine Frage der Zeit sein könnte und europäische Unternehmensanleihen das Beste hinter sich haben. Exemplarisch dafür die Schätzung der Citigroup, die für europäische Unternehmensanleihen für den Rest des Jahres mit einer negativen Performance von 1,2% rechnet. Die spannende Frage dabei auch für Sie als Investoren: Ergibt sich aus dem zunehmend pessimistischen Ausblick eine stetige Tendenz, in deren Umsetzung wir immer noch in der Lage sind, eine differenzierte Rückzugsstrategie zu implementieren? Oder gibt es den befürchteten plötzlichen Sell-off?[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_single_image image=”18094″ img_size=”full”][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Die Antwort darauf wird sehr wahrscheinlich von der Politik kommen. Denn hier lauern derzeit sowohl global als auch für Europa die größten Gefahren.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]