Da gibt es nicht viel dran zu deuteln: Die Quartalszahlen von Disney waren eine blanke Enttäuschung. Das galt insbesondere für den Streamingdienst Disney+, der ja in Rekordzeit zum Mit-Rivalen für Netflix aufgestiegen war. Im vierten Fiskalquartal, das im September endete, konnte Disney allerdings nur 2,1 Mio. neue Abonnenten gewinnen. Im Vorquartal waren es noch 12,6 Mio. Abonnenten. Damit reiht sich Disney in die Gruppe der Streaming-Anbieter ein, die im dritten Quartal schwächelten, so unter anderem ViacomCBS und Warner Media. Einzig Marktführer Netflix hatte diesbezüglich ein höheres Plus als erwartet ausweisen können.

Insgesamt verdiente Walt Disney bereinigt 0,37 USD je Aktie. Das war zwar besser als der Verlust von 0,20 USD je Aktie im Vorjahr, als das Unternehmen insbesondere unter den Schließungen seiner Themenparks litt. Im laufenden Geschäftsjahr war es allerdings das weitschlechteste Ergebnis nach dem immer noch verhagelten ersten Quartal, dem Schlussquartal 2020. Wobei die Probleme noch etwas tiefer
gehen. Denn umsatzseitig hatte Disney sein Schlussquartal im Geschäftsjahr mit einem Rekordumsatz von rund 18,5 Mrd. USD beenden können. Das war der höchste Wert seit dem zweiten Quartal 2020 (per Ende März). Sprich: Hier sind es die Kosten, wahrscheinlich für Marketing etc., die an der Profitabilität nagen.

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