Die vom kanadischen Flugzeug-und Zugbauer Bombardier vorgelegten Quartalszahlen waren im Grunde eine herbe Enttäuschung. Zwar hatte der Markt schon damit gerechnet, dass es unter dem Strich einen Verlust geben würde.  Doch dieser fiel mit 36 Mio. USD bzw. 4 Cents je Aktie deutlich höher aus als die Erwartungen, die bei 30 Mio. USD bzw. 2  Cents je Aktie  gelegen hatten. Der operative Gewinn konnte sich zwar auf 371 Mio. USD verbessern. Doch darin enthalten  insbesondere Verkaufserlöse aus dem Turboprop-Programm.

Auf den Punkt gebracht: Bombardier befindet sich mitten in einer Restrukturierungsphase. Seit letztem Jahr hat man die Flugzeugsparte deutlich ausgedünnt. Nach dem Verkauf der C-Series an Airbus wurden noch zwei andere Modellreihen an Mitsubishi Heavy Industries und einen Finanzinvestor verkauft. Nach Aussage von Bombardier soll nun aber die  Umstrukturierung in der Sparte beendet sein. Was den Fokus wieder auf die Zugsparte lenkt. Denn auch diese hat weitere Profitabilitätsprobleme. Dem will man nun begegnen, indem man weitere 250-300 Mio. USD in die Sparte in diesem Jahr noch investiert.

Mit der Folge, dass Bombardier seine bisherige Ertragsprognose nach unten korrigiert. Die sogenannten Core Earnings  (bereinigter Kern-Gewinn) sollen nun zwischen 1,2-1,3 Mrd. USD liegen. Bisherige Prognose lautete 1,5-1,65 Mrd. USD. Auch  beim Free Cashflow wird reduziert. Hier rechnet Bombardier mit einem negativen Betrag von 500 Mio. USD statt bisher minus 250 Mio. USD bis Break Even. 

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