Paukenschlag in der Automobilindustrie. Nur einen Tag, nachdem der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler bekannt gab, dass man sich mit dem französischen Wettbewerber PSA (Peugeot, Citroën und Opel) über eine Fusion unterhalten würde, verkündeten am Donnerstag beide Unternehmen gemeinsam eine Einigung. Mit diesem Zusammenschluss entstünde der viertgrößte Hersteller der Welt.

Damit scheint speziell für Fiat Chrysler eine regelrechte Odyssee zu Ende zu gehen. Denn in den vergangenen Jahren hatten die Italiener bekanntlich des Öfteren Fusionsabsichten oder -überlegungen in den Markt posaunt. Angefangen mit General Motors, waren zeitweise  einige Chinesen im Gespräch und erst vor wenigen Monaten der ebenfalls aus Frankreich stammende Wettbewerber Renault. Nun also Peugeot,  was durchaus sinnvoll ist. Denn insbesondere bei den bisherigen regionalen Schwerpunkten würden sich beide Unternehmen durchaus gut  ergänzen.

Während PSA nahezu vollständig nur im europäischen Markt, im Mittleren Osten und Afrika unterwegs ist, hat Fiat Chrysler durch seine  amerikanische Tochtergesellschaft einen starken Fußabdruck im nordamerikanischen Markt. PSA/Peugeot hatte diesbezüglich ja schon vor  Monaten durchscheinen lassen, dass man die eigene Kernmarke in Amerika stärker unterbringen möchte. Mit der Fusion würde das natürlich deutlich einfacher werden.

Und auch auf technologischer Ebene wäre ein Zusammenschluss,e für Fiat Chrysler wünschenswert. Denn während die Italiener beim Thema Elektromobilität quasi einen großen weißen Fleck ausweisen, hat PSA diesbezüglich schon einiges anzubieten, allerdings  im direkten Wettbewerbsvergleich mit anderen Herstellern ebenfalls noch recht unterdurchschnittlich.

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