Der Autobauer hat im September weltweit gut ein Fünftel mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. VW bezifferte den Konzernabsatz am Freitag auf 755.800 Fahrzeuge, das ist ein Plus von 20,7%. Die stärksten Zuwachsraten verzeichneten die Oberklasse-Marken Audi (plus 38,9%) und Porsche (plus 29,0%), regional zogen die Auslieferungen am stärksten in China an, wo Volkswagen gut ein Drittel mehr Fahrzeuge absetzte als im September 2021. Die chinesische Auto-Industrie erreichte zweistelliges Wachstum in vier aufeinanderfolgenden Monaten. Die Auslieferungen erreichten 2,3 Mio. Fahrzeuge, 33% mehr als ein Jahr zuvor, so der chinesische Verband der Automobilhersteller.

Vorübergehende Kaufanreize der Regierung haben die Umsätze angekurbelt. Einige der jüngsten Käufe spiegeln den Nachholbedarf nach monatelangen nach Monaten des Stillstands. Die Käufer profitierten auch von neuen politischen Maßnahmen: Peking verlängerte im August die Steuerbefreiung für Elektroautos, kurz nachdem es die Steuern für den Kauf kleinerer konventioneller Fahrzeuge halbiert hatte. Diese Zuwächse im September halfen Volkswagen den Negativtrend im Jahresverlauf deutlich zu verlangsamen. Von Januar bis September lieferte der Konzern 6,056 Millionen Pkw und Lkw aus, ein Minus von noch 12,9% zum Vorjahreszeitraum.

Die Volkswagen-Aktionäre können nach dem erfolgreichen Börsengang von Porsche eine Sonderdividende von 19,06 EUR je Aktie erwarten. Das geht aus der Einladung zu der außerordentlichen Hauptversammlung hervor, zu der Volkswagen am Freitag für den 16. Dezember nach Berlin eingeladen hat. Der Wolfsburger Autobauer hatte versprochen, 49% der Erlöse aus dem Börsengang und dem Verkauf von einem Viertel der Porsche-Stammaktien an die Familienholding Porsche SE zugunsten der eigenen Aktionäre auszuschütten. Insgesamt zahlt Volkswagen damit 9,55 Mrd. EUR aus.

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