Natürlich bleiben die Fluggesellschaften und Touristikunternehmen derzeit die gefährdetsten Firmen in der Corona-Krise. Nicht jeder wird die Krise überstehen, aktuelle Pleiten zeigen das bereits. Und der Ruf nach Staatshilfen scheint auch nicht nur wohlfeiles Ausnutzen der Gelegenheit, sondern angesichts der Zeiträume, über die wir hier sprechen von wahrscheinlich mehreren Monaten, als angemessen. Dennoch bleibt natürlich insgesamt die Frage, wie gerade die großen Anbieter über die Durststrecke  kommen und da steht natürlich auch die Deutsche Lufthansa unter besonderer Beobachtung.

Allerdings dürfte hier vorläufig so etwas wie eine Entwarnung gegeben werden. Zwar hat die Airline schon angekündigt, dass man in  wenigen Tagen gut 95% ihres bisherigen Flugplans eingestellt haben wird. Doch im Gegenzug hat die Lufthansa erklärt, ihren aktuellen  Fokus vor allem auf Liquiditätssicherung zu legen. Was heißt das konkret?

Ein Blick auf die Kosten zeigt das Potenzial an Einsparungen. Nur ein Drittel der Kosten sind fix, andere dürften sich angesichts des allgemeinen Grounding erheblich reduzieren. Die spannende Frage wird sein, wie schnell die Lufthansa nach der Krise  wieder auf alte Größenordnungen kommt. Hier hat man allerdings schon angekündigt, dass man wahrscheinlich nachher ebenfalls  kleiner bleiben wird. Darüber hinaus kommt allerdings noch ein anderer Aspekt hinzu.

Denn die Luftfahrtindustrie ist natürlich aktuell überproportional stark betroffen, was höchstwahrscheinlich auch Verstaatlichungen  nach sich ziehen wird. Auf der anderen Seite rechnet beispielsweise die Lufthansa auch damit, dass die  Konsolidierung in der Branche weitergehen wird. Aus Sicht der Lufthansa wäre das sicherlich  ein ganz interessanter Aspekt, da man  wohl eher als Käufer auftreten könne und womöglich darauf setzen kann, dass von Seiten der Kartellbehörden  hier etwas lockerer zukünftig beurteilt wird.

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