Wie steht es um die frisch entfachte Spekulation mit „Fallen Angels“? Diese besondere Klasse der Hochzins-Anleihen war ins neue Jahr mit sehr optimistischen Perspektiven gestartet, zumindest, was die mögliche Performance angeht. Das resultiert aus dem Verhalten dieser speziellen Bonds in Phasen konjunktureller Aufwärtsbewegungen und steigender Bondrenditen.

Noch einmal zur Einordnung: Sogenannte „Fallen Angels“ sind Emittenten, die aus dem sprichwörtlichen „Paradies“ des Investmentgrade-Bereiches verstoßen wurden und in der Regel dennoch im oberen Bereich bei Non-Investmentgrade, klassischerweise Doppel-B, geratet bleiben. Das entfachte regelmäßig die Spekulation, dass mit einem verbesserten konjunkturellen Umfeld, Restrukturierungen und verbesserter Zahlungsfähigkeit diese Emittenten wieder den Sprung in den Investmentgrade-Bereich schaffen könnten und dann sich dadurch auch ein wesentlich größeres Universum an potenziellen Investoren in den jeweiligen Papieren öffnet.

Der Blick auf die Vergangenheit zeigt entsprechend auch, dass die „Fallen Angels“ insbesondere auch in Zeiten steigender Renditen eine Outperformance schaffen konnten. Hier konnten viele dieser Hochzins-Anleihen trotz längerer Laufzeiten besser abschneiden als andere Hochzins-Segmente. Besonders ausgeprägt dabei in der jüngeren Vergangenheit das Jahr 2009. Sie erinnern sich: Damals gab es eine rasante Erholung nach der Finanzkrise. Dieses Szenario war bislang auch in diesem Jahr für möglich gehalten worden. Denn schon im vergangenen Jahr hatten sich viele Unternehmen aus ihrem Corona-Tief befreien können und die Prognosen wiesen darauf hin, dass auch 2022 sehr robuste Wachstumsraten bereithalten würde.

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