In dieser Woche wurde ein ganz besonderes Stück aufgeführt: Powell und die Kunst, Zinserhöhungen positiv zu verkaufen. US- Notenbankpräsident Jerome Powell hat geliefert – und zwar genau das, was er zuvor angekündigt hatte. Auch die Reduzierung der Notenbankpositionen in US-Treasuries um 30 Mrd. USD monatlich ab Juni, bzw. 60 Mrd. USD ab September entsprach den Erwartungen. Ohne negative Überraschungen von dieser Seite machte sich daher gestern Erleichterung breit, die sich auch heute in Asien und Europa fortsetzte.

Derweil schreitet auch die Berichtssaison des ersten Quartals voran. Auf der Grundlage von 54% der S&P 500-Unternehmen, die bisher berichtet haben, übertrafen 76% die Gewinn- und 69% die Umsatzschätzungen für das erste Quartal. Die Gewinne haben aber um lediglich 3% nach oben überrascht (gegenüber 16,5% im Durchschnitt der letzten vier Quartale). In Europa, basierend auf 45% der Unternehmen, die bisher berichtet haben, übertrafen 73% die Gewinn- und 82% die Umsatzschätzungen, während in Japan 58% die Gewinn- und 63% die Umsatzschätzungen überboten.

Nachdem der technologielastige Nasdaq Composite-Index seit Jahresanfang von knapp 16.000 Punkten rund 20% nachgegeben hat, konnte er sich zuletzt wieder leicht erholen. Zeichen für eine generelle Trendwende dürften das allerdings nur teilweise sein. Die breit gefassten US-Technologiewerte haben sich seit Jahresbeginn durchweg schlechter entwickelt als der S&P 500. Kommunikationsdienste, zyklische Konsumgüter und IT haben per gestern 24%, 20% bzw. 18% ihres Wertes eingebüßt.

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