In den vergangenen Tagen waren auch wieder Zahlen von Containerreedereien auf dem Terminzettel. Dabei lieferte insbesondere die dänische Maersk eine handfeste Überraschung. Zwar zeigten sich auch hier negative Auswirkungen der Corona-Krise. So gab der Umsatz im ersten Halbjahr um 3,1% auf rund 18,57 Mrd. USD nach. Im Gegenzug konnte aber Maersk in den ersten sechs Monaten seinen operativen Gewinn erheblich steigern. Beim EBITDA erreichte der Konzern ein Plus von über 24% auf 3,22 Mrd. USD. Netto verdiente Maersk 652 Mio. USD, nachdem man im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch einen Verlust von 503 Mio. USD ausweisen musste.

Insgesamt bedeutete das Quartalsergebnis den besten Wert seit mindestens dem dritten Quartal 2019. Dabei profitierte der Konzern zum einen von erfolgreichen Einsparungen in allen Sparten, aber auch von höheren Frachtraten und niedrigeren Bunkerpreisen.

Die wirklich große Überraschung war dann allerdings der doch recht optimistische Ausblick. So rechnet Maersk für das laufende Geschäftsjahr mit einem  bereinigten operativen Ergebnis auf Basis des EBITDA von 6-7 Mrd. USD. Im März hatte die Reederei ihre bisherige Prognose zurückgezogen, die damals sogar nur bei 5,5 Mrd. USD gelegen hatte. Allerdings räumt man ein, dass die neue Prognose davon ausgeht, dass man natürlich nicht mit einem erneuten Lockdown wegen Corona rechnet.

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