Kündigt sich eine neue Schuldenkrise in den Emerging Markets an? In den vergangenen Jahren zeigten die Emerging Markets, Schwellenländer und die sogenannten Frontier Markets deutlich steigende Staatsverschuldungen. Das war so lange kein Problem, wie die jeweiligen Wachstumszahlen im Lot blieben.

Doch die weltweite Corona-Pandemie hat hier gleich zweifach für Turbulenzen gesorgt. Einerseits natürlich durch deutliche Einbrüche im Wirtschaftswachstum und damit ein zum Teil gefährliches Stretching der öffentlichen Haushalte. Andererseits versuchten viele Regierungen, die Folgen der Pandemie durch zusätzliche Schuldenaufnahme zu lindern. Mit der Folge, dass sich die Entwicklung der Verschuldung (siehe Grafik) seit 2020 erheblich beschleunigt.

Dabei gibt es mehrere Faktoren, die hier zu gewissen Stress-Niveaus beitragen könnten. Zum einen natürlich die Fragestellung, welche Wachstumsraten im derzeit sichtbaren Aufschwung tatsächlich erreicht werden können. Das ist einer der entscheidenden Faktoren, wenn es um den öffentlichen Schuldendienst geht. Ein anderer wichtiger Faktor ist die Qualität der Institutionen. Das lässt sich international inzwischen sehr gut messen und vergleichen und betrifft insbesondere die Effizienz der jeweiligen Regierungsapparate bis hin zur Qualität der Regularien.

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