Frankreich hat ihn, Deutschland bekommt ihn ab der nächsten Woche – die Lockdowns in Europa sind wieder zurück. Ganz überraschend ist das nicht. Denn die starke Erhöhung der Infektionszahlen in den letzten Tagen und Wochen hatte das schon angekündigt. Wobei die europäische Politik erneut zu den bekannten Maßnahmen greift, ungeachtet dessen, dass eine belastbare Verifizierung der getroffenen Maßnahmen aus dem Frühjahr nie wirklich stattgefunden hat.

Fehlt noch die Europäische Zentralbank. Doch auch diese hat auf ihrer gestrigen Sitzung klargemacht, dass sie bereitsteht, ihren Teil dazu beizutragen, um die europäische Wirtschaft wieder aufzufangen. Wobei dies sicherlich mit einem lachenden und einem äußerst kritischen Auge begleitet werden sollte.

Natürlich beruhigt das den Markt, wenn die EZB ankündigt, auch „in der zweiten Welle“ da zu sein. Was an der Börse nicht anders interpretiert wird, als das sich hier eine Aufstockung des bereits präsenten Corona-Notfallkaufprogramms PEPP über bislang 1,35 Bio. EUR ankündigt. Darüber hinaus  denkbar sind weitere Aktionen der EZB wie Liquiditätshilfen für die Banken bis hin zur Senkung des schon negativen Einlagenzinses von aktuell minus 0,5%.

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