Es ist schon erstaunlich, wie manche Themen, die in den vergangenen Jahren die Märkte immer wieder unruhig werden ließen,  heutzutage fast schon als Non-Event gehandelt werden. Aktuell trifft dies auf den US-Staatshaushalt zu. Viele unserer Leser können sich  sicherlich noch daran erinnern, wie immer wieder ein drohender Shutdown öffentlicher Einrichtungen die Märkte in Turbulenzen stieß,  weil sich Demokraten und Republikaner nicht auf eine Erhöhung der Verschuldung einigen konnten. Im Vergleich dazu verlief die  aktuelle Einigung geradezu geräuschlos.

Was aber auch nicht wundert. Denn beide politischen Parteien konnten und wollten es sich nicht leisten, mit Blick auf die im November stattfindenden Midterm-Wahlen zum Senat und zum Repräsentantenhaus weitere Konflikte zu schüren. Deshalb gab es nun eine ganze Serie von Haushaltskompromissen. Diese sehen in der Gesamtheit zwar eher wie Flickwerk aus, dürften allerdings wohl den von allen Seiten befürchteten Shutdown verhindern.

Allerdings gibt es immer noch eine große Unbekannte: Donald Trump. Er muss die Gesetzesvorlagen unterschreiben. Und das, obwohl erneut keine Ausgaben für sein Lieblingsprojekt einer Mauer zu Mexiko vorgesehen sind. Allerdings scheint es im Vorfeld Absprachen gegeben zu haben, die dieses Thema erst nach den Midterms wieder auf die Tagesordnung setzen sollen.

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