Auch wenn sich derzeit andere Themen, wie beispielsweise die andauernden Handelsstreitigkeiten, in  der öffentlichen Wahrnehmung  nach vorne geschoben haben, so gilt: Insbesondere die Lage in den Emerging Markets bleibt in weiten Teilen kritisch. Das gilt natürlich  vordergründig für die Situation in der Türkei und in Argentinien.

Der türkische Markt machte dieser Tage damit von sich reden, dass sich Präsident Erdogan nun auch den vollständigen Zugriff auf den mit rund 200 Mrd. USD ausgestatteten Staatsfonds gesichert hat. Es ist wohl nicht schwer zu erraten, was er am Ende damit anstellen  wird. Jedenfalls dürfte dies kaum dafür geeignet sein, um bei ausländischen Investoren wieder großes Vertrauen zu wecken.

Im zweiten Problemmarkt Argentinien ist es derzeit vor allem die galoppierende Inflation, die weitere Risiken nach sich zieht. Denn die Bürger fliehen natürlich unter solchen Voraussetzung immer mehr in Hartwährungen, was den Peso weiter schwächt. Abzuwarten bleibt, wie die aktuellen Verhandlungen mit dem IWF ausgehen. Aus der Vergangenheit weiß man jedenfalls, dass dies mit massiven Einschnitten insbesondere in die Sozialsysteme einhergehen dürfte. Der IWF selbst weiß natürlich auch, was für ein unsicherer Kantonist Argentinien ist und wird hier wohl besonders robuste Sicherheiten fordern.

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