Wer als Anleiheninvestor unterwegs ist, für den zeichnet sich wieder einmal eine relativ deutliche Strategie ab. Denn die Rendite-Spreads zwischen den Industrienationen und den Emerging Markets dürften sich wohl in den nächsten Monaten wieder zu Gunsten der EM verbessern. Diese Erwartung resultiert in erster Linie aus den schon bestehenden Zinsniveaus.

Wir hatten es an dieser Stelle schon thematisiert: Für Euro-Anleihen, insbesondere natürlich Staatsanleihen, aber auch Unternehmens Bonds, dürfte es vorerst weiter und umfangreicher in den Negativ-Bereich bei den Renditen gehen. Hier erwarten wir im Herbst noch mal einen richtig ordentlichen Schwung, wenn die EZB, was wir für sehr wahrscheinlich halten, ein neues Anleihenkaufprogramm auflegen wird. Wir hatten es an dieser Stelle ebenfalls schon angesprochen, dass solch ein Ausblick natürlich nicht unbedingt heißen muss, sich aus diesem Bereich zurückzuziehen, da man durch einen entsprechenden Total-Return-Ansatz auf Kursgewinne spekulieren kann.

Für den amerikanischen Bond-Markt erwarten wir, dass sich die Investoren stärker auf mittlere und längere Laufzeiten konzentrieren, wenn die Fed erwartungsgemäß weitere Zinsschritte nach unten unternehmen wird. Auch hier winken insbesondere Kursgewinne bei den schon ausstehenden Anleihen, während wir bei Neuemissionen tendenziell eher unattraktive Konditionen erwarten.

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