In den vergangenen Jahren war Deutschland ohne Frage die wichtigste Konjunktur-Lokomotive in der Europäischen Union und in der Eurozone. Doch die Signale mehren sich, dass hier zunehmend Sand ins Getriebe gerät. Und das hat nicht nur mit den aktuellen Geschehnissen zu tun. Aber diese sorgen natürlich vordergründig dafür, dass sich zumindest auf kürzere Sicht die konjunkturellen Perspektiven  in Europas größter Volkswirtschaft eintrüben.

Dabei ist es erneut der von den USA vom Zaun gebrochene Handelsstreit, der für Nervosität und rückläufige Wachstumsprognosen sorgt. Noch überwiegen auf beiden Seiten die Drohgebärden, doch sollte es hier zu einer tatsächlichen Eskalation und Einführung verschiedener Strafzölle kommen, gehört Deutschland zu den größten Leidtragenden. Hier rächt sich die in den vergangenen Jahren überdeutliche Fokussierung der deutschen Wirtschaftspolitik auf den Export.

Zwar hatte sich im vergangenen Jahr das Konsumklima in Deutschland deutlich verbessern können. Was auch damit zusammenhing, dass verschiedene Lohnrunden endlich auch zu einem Zuwachs bei den Reallöhnen führten. Doch diese Entwicklung kann man getrost noch als zartes Pflänzchen bezeichnen, das nun Gefahr läuft, wieder ausgetrocknet zu werden.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren