Um es gleich voranzustellen: Natürlich sind Schulden per se nichts Schlechtes. Denn sie liefern im besten Fall die finanziellen Möglichkeiten, um beispielsweise Investitionen zu tätigen, damit Wachstum zu schaffen und letztlich Wohlstand. Die Frage ist immer nur: Werden die Schulden tatsächlich sinnvoll eingesetzt oder nur zur Finanzierung von Konsum oder, was wohl noch schlimmer wäre, für sinnlose Verwaltungskosten?

Eine neue Studie aus Zürich zeigt hier, dass der weltweite Schuldenberg immer weiter wächst. Über das gesamte Beobachtungsspektrum von 50 Industrie- und Schwellenländern erhöhte sich die weltweite Verschuldung, gemessen am BIP, auf 238%.  Das sind fast 184 Bio. USD. Für die Größen-Einordnung: Das entspricht ungefähr dem vierfachen, was die drei großen Wirtschaftsnationen bzw. -blöcke Amerika, Eurozone und China pro Jahr erwirtschaften. D. h. auch, dass statistisch gesehen jeder Erdenbürger mit knapp 24.000 USD verschuldet ist.

Das Problem dabei: Das Wachstum der Verschuldung ist höher als das daraus möglicherweise generierte Wirtschaftswachstum.  Insbesondere in den Schwellenländern zeigen sich entsprechende Tendenzen, während in einigen Industrieländern Stabilisierungen oder  sogar rückläufige Zahlen zu sehen sind. Allerdings sind auch diese mit Vorsicht zu genießen, da die Volkswirtschaftler – und erst recht die  Politiker – längst dazu übergegangen sind, durch neue Vergleichskonstellationen (Stichwort Primärbilanz) die Schuldentragfähigkeit zu  relativieren bis hin zu verschleiern. Deshalb:

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