Die Gefahr einer weltweit ausbrechenden Pandemie ist allgegenwärtig. Zahlen der WHO (Grafik)  deuten auf eine exponentielle  Entwicklung. Die Entwicklung der Aktienkurse  ist dramatisch und gleicht einer Panik.

An dieser Stelle lohnt sich ein Blick nach China. Den letzten Meldungen zufolge haben rund 80% der  chinesischen Küsten-Provinzen  die Arbeit wieder aufgenommen. Die staatseigenen Betriebe arbeiten bereits mit  einer Kapazitätsauslastung von 62%.  Die großen  privaten Unternehmen erreichen eine Auslastung von 57%.  Bei den kleinen und mittelständischen  Unternehmen (6.422  Unternehmen)  haben zum 14. Februar bereits über  50% die Arbeit erneut aufgenommen.  Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass  eine  aggressive Vorgehensweise bei der  Eindämmung des Coronavirus Wirkung zeigen kann.

Die chinesische Führung ist proaktiv und stützt die Wirtschaft durch eine aggressive Fiskal- und  Geldpolitik. Man geht davon aus,  dass die Maßnahmen denen aus den  Jahren 2015/2016 ähneln sollten. Die  genaue Vorgehensweise und Ziele werden   voraussichtlich im Rahmen des nationalen Volkskongresses definiert  werden. Im vergangenen Jahr wurde  ein reales BIP Wachstum  von 6,1% erzielt. Somit erscheint ein Wachstumsziel von 5,6% für das laufende Jahr als konservativ. Schätzungen zufolge dürfte sich das Wachstum im  ersten Quartal 2020 auf 3,5% verlangsamen. Um das Ziel von 5,6% zu erreichen, müsste in den nächsten drei Quartalen ein  Wachstum  von mindestens 6,3% realisiert werden.

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