China könnte in den nächsten Jahren in mehreren Hinsichten für besondere Aufmerksamkeit sorgen. Das gilt natürlich insbesondere für das Verhältnis zum globalen Konkurrenten Amerika. Die Wunden, die Donald Trump geschlagen hat, mögen vielleicht wirtschaftlich schnell geschlossen sein, die psychologischen Kränkungen dürften allerdings dafür sorgen, dass China sich strategisch neu aufstellt.

Denn es könnte bald nicht mehr „America first“, sondern „China first“ heißen. Der jüngst abgehaltene Volkskongress der chinesischen Regierungspartei hatte schon ein wenig die Richtung gewiesen. Denn China will sich vorerst vor allem auf den Binnenmarkt fokussieren. Das klingt erst mal als interessante Idee, um nach der Corona-Delle wieder zu alten Wachstumsgrößen zurückzukehren. Doch könnte diese Fokussierung auf sich selbst dafür sorgen, dass man sich in vielen Bereichen womöglich wieder stärker abschottet.

Einer dieser Bereiche könnte dabei sogar den Technologiesektor im Mark treffen. Es wird darüber spekuliert, ob China als größter Produzent und Verbraucher seltener Erden auch hier in Zukunft eigennütziger handeln wird, um die selbst gesteckten Ziele beim Ausbau der Elektromobilität zu erreichen. Das könnte tatsächlich dann zum Problem für Batteriehersteller im Westen und damit natürlich auch für die entsprechenden Autoproduzenten werden. Vor diesem Hintergrund sollten Investoren auch den Bereich Wasserstoff womöglich demnächst neu bewerten.

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