Dass Börsen schnelllebig sind, haben sie wieder einmal beachtlich unter Beweis gestellt. Denn die Türkei-Krise, die in den letzten Wochen die Märkte stark beeinflusste, ist inzwischen deutlich in den Hintergrund gerückt. Das mag zwar mit der leichten  Beruhigung an der Währungsfront zusammenhängen. Doch ein derzeitiger Wechselkurs von über 6 Lira zum Dollar ist angesichts der hohen Hartwährungs-Schulden noch immer kein wirkliches Entspannungszeichen.

Nicht zu vergessen: Die Lira-Krise hat erneut die Risiken der Emerging Markets ans Licht gezerrt. Wir hatten dies schon in der vergangenen Ausgabe besprochen und wollen hier noch einige Daten hinterher liefern. So hat gerade das Institut of International Finance (IIF) neue Quartalszahlen zur Situation der Banken in den Emerging Markets präsentiert. Und diese fallen größtenteils wenig ermutigend aus.

Dies lässt sich schon am Gesamtindex für die Kreditkonditionen erkennen. Der Index sank das dritte Quartal in Folge und erreichte  mittlerweile mit 48,7 Punkten erneut einen Stand unterhalb der Interpretations-Marke von 50 Punkten. Diese stellt wie bspw. beim Einkaufsmanagerindex dar, dass sich oberhalb von 50 Punkten die Kreditkonditionen verbessern, während sie darunter schwieriger  werden. Was nichts anderes heißt, als dass aktuell die Banken mit der Finanzierung der  Wirtschaftsunternehmen zurückhaltender werden,  was natürlich auch Folgen für die Wachstumschancen hat.

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