[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das erste Halbjahr schließt mit einer eher negativen Bilanz ab. Für die meisten Indizes folgten auf die Euphorie zum Jahresanfang Monate der Ernüchterung. Am besten schnitt der technologielastige Nasdaq-Index ab, der Schweizer Aktienindex bildet mit mehr als neun Prozent Minus das derzeitige Schlusslicht.[/vc_column_text][vc_column_text]Die Politik trug mit negativen Überraschungen im Wochentakt ihren Teil dazu bei, dass zuletzt einige Stimmungsindikatoren schwächer ausfielen. Man sollte das aber angesichts der in den nächsten Wochen startenden Berichtssaison für das zweite Quartal nicht auf die Lage der Unternehmen einfach übertragen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“24750″ img_size=“full“][vc_column_text]Klar – die Sichtbarkeit einer Verbesserung der Fundamentaldaten ist zum heutigen Zeitpunkt nicht gegeben. Doch solange die Assetklasse High Yield sich unter den Emittenten aus den Industrieländern robust gegen die aktuellen Widrigkeiten stemmt, ist das Risiko eines konjunkturellen Abschwungs noch immer klein.
[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Am besten beschreiben die drei nebenstehenden Grafiken von JP Morgan die Situation. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone erleben die Unternehmen eine Zunahme ihrer Cashflows bei weiter lockerer Kreditvergabe. Einen Abschwung kann es in einer solchen Situation kaum geben. Andererseits zeigt das Verhältnis von Anlageinvestitionen zu Abschreibungen, dass zurzeit relativ wenig (eigentlich zu wenig) investiert wird.[/vc_column_text][vc_column_text]Dass der Verbrauch einbricht, ist angesichts der unterproportionalen Verschuldung der Konsumenten ebenfalls unwahrscheinlich. Gerade Vollbeschäftigung in den USA bzw. wachsende Beschäftigungsquoten in Euroland sprechen ebenso dagegen wie Lohnerhöhungen und Immobilienpreise. Die Einzelhandelsumsätze haben in den vergangenen zwei Monaten angezogen, darunter auch die nach Anlagegütern (Maschinen etc.).[/vc_column_text][vc_column_text]Auch die meinungssensitiven Einkaufsmanagerindizes Chinas und der Eurozone geben für den Juni ein positives Bild ab. Das Wichtigste ist aber, dass die Gewinnrevisionen der Unternehmen sich global verbessern. In den Industrieländern dominiert derzeit leider ein durch die Politik geprägter Newsflow, aber eben nicht die Entwicklung der Fundamentaldaten. Das dürfte nicht mehr lange anhalten.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24754″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Anders an den Börsen der Schwellenländer: Hier bestimmen die Zinserhöhungen der FED und daraus resultierend die bereits angesprochenen Währungsabwertungen und Zinserhöhungen das Geschehen – Vorboten eines Abschwungs im einen oder anderen Land. Mit bis zu 20% Minus seit Jahresanfang hat sich das bereits in den Aktienkursen niedergeschlagen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Und vorsichtig bleiben wir auch bei den Rohstoffen: Hier stören die Divergenzen zwischen den Preisen der Rohstoffe und den davon völlig abgehobenen Aktienkursen der Förderer. Nur beim Öl passen beide Trends noch zusammen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24758″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Zum Portfolio: Die fusionswilligen US-Mobilfunkkonzerne T-Mobile US und Sprint, an dem die japanische Softbank die Mehrheit hält, haben vor einem Ausschuss des US-Senats für die Fusion mit dem Argument geworben, es würden zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, aber keine Preiserhöhungen daraus resultieren. Das ist klar, denn die Marktführer Verizon und AT&T sind deutlich größer und breiter aufgestellt. Die Fusion spielt ihre Vorteile auf der Kostenseite aus – und das wird für die Softbank-Tochter Sprint höchste Zeit. Sprint hat in den vergangenen zehn Jahren 25 Mrd. USD Verlust gemacht, obwohl die Zahl der Stellen von 40.000 im Jahr 2011 auf 30.000 im Jahr 2017 gesunken ist. Sprint sitzt auf Schulden im Volumen von 32 Mrd. USD. T-Mobile US plant die Übernahme von Sprint für rechnerisch 26 Mrd. USD. Sollte die Fusion durchgewunken werden (wovon wir ausgehen), hat Softbank das Sorgenkind endlich los – und zwar mit einem ordentlichen Gewinn.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch Apple und Samsung sind im Patentstreit über den Klau von Design und Technik des iPhone und iPad nach mehr als sieben Jahren einen Schritt weiter. Die Klage zog Apple nach einem außergerichtlichen Vergleich zurück. Das dürfte beiden Aktien nützen.[/vc_column_text][vc_column_text]Heutige Aktivitäten: Wir verkaufen heute eine Verkaufsoption auf den US-Chiphersteller Lam Research, den wir in der letzten Ausgabe (vgl. Nr. 25, S. 7) besprochen haben. Basis 175 USD, Termin Juli. Ansonsten gibt es keine weiteren Umschichtungen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
