Deutschland hat ein Problem – und damit ganz Europa bzw. zumindest die EU/Eurozone. Die Zeiten, wo die deutsche  Wirtschaft als der starke Mann auf dem europäischen Kontinent und auch international galt, scheinen fürs erste vorbei zu  sein. Was mehrere Gründe hat. Natürlich kann man die aktuellen Anzeichen einer heraufziehenden Rezession, ob nun nach  Definition nur technisch oder darüber hinausgehend, als Folge des Handelskrieges zwischen den beiden Kontrahenten USA und  China sehen. Doch das wäre das typische Auge  verschließen vor den Realitäten.

Denn sowohl Deutschland als auch Europa haben zunehmend ein strukturelles Problem. Einerseits hat man zu lange gezögert, um die eigenen Volkswirtschaften auf die Erfordernisse und vor allem auf die Wachstumschancen der Zukunft auszurichten.

Schaut man sich den europäischen Markt an, gibt es vielleicht nur eine Hand voll von Unternehmen aus den Zukunftsbranchen, die international mithalten können. Für Deutschland verschärfend kommt hinzu, dass man, bevor man überhaupt Zukunftsindustrien aufbaut, quasi mit der Keule bisherige Wohlstands-Lieferanten wie die Automobilindustrie und die klassischen Versorger faktisch zerstörte bzw. nachhaltig beschädigte.

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