[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wir wollen Sie nicht lange auf die Folter spannen: Die Antwort auf diese Frage lautet ja. Aber nutzen Sie die aktuelle Ausverkaufssituation nur kurzfristig und spekulativ, denn der Trend an den Weltbörsen ist unseres Erachtens seitwärts.[/vc_column_text][vc_column_text]Während der Handelsstreit zwischen den USA und Europa nun voll im Gange ist, droht der erst kürzlich abgewendete Handelskrieg zwischen den USA und China wieder aufzuflammen. Chinesische Medien kritisierten scharf die Drohung der USA, sich weiterhin die Verhängung von Importzöllen im Umfang von 50 Milliarden Dollar vorzubehalten, sollte die Volksrepublik sich nicht mit dem Diebstahl geistigen Eigentums auseinandersetzen.[/vc_column_text][vc_column_text]In einem Kommentar der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua hieß es, China sei bereit, seine Interessen zu verteidigen. Damit kommen zum Risiko einer sich weiter abschwächenden Binnenkonjunktur nun auch noch mögliche Belastungen für den Export. Bislang zeigt die chinesische Regierung noch keine Bereitschaft, mit einer Ausweitung des Haushalts gegenzusteuern. Die schon mehrfach vorgestellten Frühindikatoren deuten bislang auf eine Verlangsamung im produzierenden Gewerbe hin.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]„Mamma Mia!“ titelten einige Fachblätter zum Wochenstart im Hinblick auf die zuerst gescheiterte Regierungsbildung in  Italien. An den weltweiten Kapitalmärkten nahm man das italienische Durcheinander zum Anlass, massiv von italienischen  Staatsanleihen in ihre deutschen Pendants zu wechseln. In Zahlen ausgedrückt lagen die 10-jährigen Bundesanleihen plötzlich  bei einer Rendite von knapp unter 0,3%, die Tesoros im Gegenzug bei über 3%. Das blieb nicht ohne weitere Spuren im Euro- Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar, wo die Marke von 1,15 USD angesteuert wurde.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24140″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Die Krise in Italien war natürlich zuallererst auch Katalysator für umfangreiche europaweite Glattstellungen in Bank- und  Versicherungstiteln. Schätzungen, wieviel das jeweilige Institut an italienischen Anleihen und Krediten auf dem Buch hält,  wurden herumgereicht. Welcher Segen, dass die EZB nicht börsennotiert ist, denn die Aktie wäre durch den Boden gestürzt![/vc_column_text][vc_column_text]Wir hatten in der vergangenen Woche kurz auf mögliche neue bzw. zusätzliche Engagements in den beiden Favoriten Generali und UniCredit (die Charts waren falsch skaliert, sorry) verwiesen und bleiben davon auch aufgrund der überregionalen  Exposures, die die Versicherung und die Bank aufweisen, weiterhin überzeugt. Die aktuelle politische Gemengelage begrenzt a allerdings den Raum für Kurserholungen, denn sowohl Lega Nord als auch Cinque Stelle verteufeln den Euro und wollen den  Sparkurs verlassen. Ihr Vorbild ist Kollege Trump frei nach der Devise „Italy first“.[/vc_column_text][vc_column_text]Das dürfte wie schon ausgeführt nicht ohne wiederholte Reibereien mit Brüssel abgehen. Vom Tisch ist mit der nun vorliegenden neuen Regierungskonstellation unseres Erachtens ein  Euro-Austritt ebenso wie eine Neuauflage der Schuldenkrise. Die Grafik zeigt eindrucksvoll, dass die Gesamtverschuldung des privaten Sektors ohne Banken im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt mit 120 % auf demselben Niveau liegt wie in Deutschland.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24144″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Das eigentliche italienische Problem ist – synonym für die Länder der südlichen Euroraums – die eigene Wettbewerbsfähigkeit, die man üblicherweise an den Lohnstückkosten festmacht. Und gerade in dieser Hinsicht offenbart sich der größte  Wettbewerbsnachteil der Italiener. Italienische Unternehmen bevorzugen es, Schulden zurückzuzahlen und eben nicht in neue Kapazitäten zu investieren, weil angesichts einer rückläufigen Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter die Konsumenten fehlen.[/vc_column_text][vc_column_text]Daraus resultieren im Gegensatz zum Haushalt der öffentlichen Hand ein Nettosparbetrag des privaten Sektors von immerhin 4% und dementsprechend auch ein Leistungsbilanzüberschuss von rund 3% des Bruttoinlandsprodukts. Das wiederum bringt die Politik immer wieder auf die Idee eines ausgedehnten „Deficit Spendings“ á la Keynes, weil eine eigene Währungsabwertung wie früher nicht möglich ist.[/vc_column_text][vc_column_text]Doch ein Ausweiten der Staatsverschuldung in die Stratosphäre geht nicht konform mit den Vorgaben der EU. Hier kann lediglich die EZB mit ihren Anleihekäufen helfen, um wenigstens das Zinsniveau und damit den Euro niedrig zu halten.[/vc_column_text][vc_column_text]Nachdem wir bereits eine Verkaufsoption auf die UniCredit mit Basis 17,5 Fälligkeit Juni offen haben, ergänzen wir heute auf die Generali einen Juli-Put mit Basis 15,5, den wir mit 1,40 Euro eröffnen. Der aktuell günstigste europäische Versicherer hat das Potenzial, sich wieder in Richtung Basispreis zu erholen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Zu einem anderen Kandidaten, den wir in das Musterportfolio aufnehmen wollen, kommen wir nun: Nestle. Im Vergleich zu  seinen Wettbewerbern – lokal Danone / Unilever und international Pepsi / Mondelez / General Mills / Hershey – hat Nestle das Zeug dazu, in den nächsten Monaten wieder im Nahrungsmittelgeschäft zuzulegen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24148″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Allein der Deal mit der US-Kette Starbucks, deren Kaffeeprodukte vertreiben zu dürfen, bringt weiteren Umsatz. Nestle hat  ohnehin im Branchenvergleich die höchste Bruttomarge und sollte auf Basis des Geschäftsjahres 2019 weitere 10% wachsen können. Die Aktie ist mit einem KGV 19e von 17 bewertet und kostet rund 76 Franken. JP Morgan gibt dem Wert ein Kursziel  von 97 Franken. Wir wären schon mit 90 Franken zufrieden. Im Portfolio ist nun nur noch eine einzige von 15 Positionen  unbesetzt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]