Der Optionsauslauf vom vergangenen Freitag verlief in Begleitung neuer Höchststände an den USBörsen. Es gab die üblichen Parolen in Sachen Einigung Zollstreit. Aber auch ein optimistischer Ausblick des US-Chipanlagenbauers Applied Materials verhalf vor allem Halbleiterwerten zu Gewinnen. Der weltgrößte Chipanlagenbauer geht dank einer hohen Nachfrage nach Prozessorchips für das erste Quartal von höheren Erlösen aus als von Analysten erwartet wurde. Die Aktien von Applied Materials machten das nach, was Wochen zuvor schon Konkurrent Lam Research vorgelegt hatte. Positiv kam auch an, dass die USA amerikanischen Firmen Geschäfte mit dem chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei vorerst weiter eingeschränkt erlauben wollen.

Doch die Höhenluft bekam den Weltbörsen im Wochenverlauf dann doch nicht so gut. Nachdem die Preise verschiedener konjunkturreagibler Rohstoffe wie Kupfer, Eisenerz und Öl wieder nach unten abdrehten, entstanden erste Zweifel über die  Belastbarkeit der Trendwende in den Frühindikatoren. Gerade der Technologiesektor war zuletzt aufgrund dessen besonders gut gelaufen, ohne dass in der Breite bessere Umsatzzahlen den Trend untermauerten (vgl. AS 46/19).

Zusätzlich: Die Rücknahme der Guidance bei den deutschen Automobilwerten trotz überraschend besserer Absatzzahlen im September schürte gerade bei den deutschen Industrie- und Automobiltiteln die Zweifel. Also könnte vor erneut höheren Kursen zuerst einmal eine Verdauungspause eingelegt werden. Panik ist jedenfalls angesichts eines mauen Goldpreises bei den Anlegern nicht zu erkennen.

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