Am Mittwoch musste US-Präsident Trump wieder einmal Sand ins Getriebe der Kapitalmärkte streuen. Es sei noch „ein langer Weg“ bis zu einer Einigung im Handelsstreit, warnte Trump. Falls die USA es wollten, könnten weitere chinesische Importwaren im Wert von 325 Mrd. USD mit Zöllen belegt werden. China soll nun landwirtschaftliche Produkte in den USA kaufen. Vor einer Einigung im amerikanisch-chinesischen Zollstreit müssen auch nach Ansicht von US-Handelsminister Wilbur Ross noch große Themenblöcke abgearbeitet werden. Zu den bekannten Streitpunkten zählen der Diebstahl von geistigem Eigentum, Strukturreformen und Subventionen.

Geklärt werden muss auch, welche Maßnahmen die US-Regierung ergreifen könne, wenn China gegen mögliche Vereinbarungen verstoße. Das sei ein langer und komplizierter Prozess. Es ist also nicht verwunderlich, dass nach diesen Aussagen die Anleger eher an Verkaufen als an Kaufen dachten. Da nützte auch der positive Ausblick im Beige Book, dem jüngsten Konjunkturbericht der Notenbank, nichts. Die Wirtschaft hat zwischen Mitte Mai und Anfang Juni weiter mit gemäßigtem Tempo zugelegt, teilte die Zentralbank Fed mit. Die von der Fed befragten Wirtschaftskontakte gingen auch für die kommenden Monate von einem weiter moderaten Wachstumstempo
aus.

Wenn es nach dem zuletzt publizierten Stand des ZEWIndex ginge, dann kann man keineswegs von erfreulichen Perspektiven für das zweite  Halbjahr reden. Der hier dargestellte Index für die globalen Wirtschaftsaussichten ex USA sowie die Entwicklung der Gewinne von US- Unternehmen in Übersee liefert noch keine positiven Perspektiven. 

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren