Im Vorfeld der anstehenden Quartalsberichtsaison machte sich an den internationalen Aktienmärkten zuerst einmal Zurückhaltung breit. Nach wie vor stehen die Marke von 12.000 Punkten beim DAX und 2.900 Punkte beim S&P 500 als Widerstand im Raum. Zusätzlich dämpfte eine neue Drohung Donald Trumps, zusätzliche Zölle auf europäische Produkte im Wert von 11 Mrd. USD zu erheben. Sie steht in Zusammenhang mit dem schon länger schwelenden Streit um die europäischen Beihilfen für den Flugzeugbauer Airbus. Die Zölle sollen jedoch erst in Kraft treten, wenn die WTO in diesem Sommer dafür grünes Licht gibt.

Auch in Asien stockt die Hausse. Die chinesischen Aktienmärkte verzeichneten geringe Aufschläge, der japanische Nikkei-Index ist quasi unverändert. Die eskalierenden geopolitischen Spannungen in Libyen und dem Iran verhalfen dem Ölpreis zu weiteren Gewinnen. Die Sorte Brent kann damit einen Preis von über 70 USD/Barrel verteidigen. Und auch das Krisenmetall Gold  verzeichnete eine leichte Aufwärtsdynamik und steht nun wieder über 1.300 USD pro Unze.

Aus Sicht der Charts ist erst einmal alles möglich. Sollten nun auch mehrheitlich unter Erwartung ausfallende  Unternehmenszahlen fürs erste Quartal aufs Gemüt schlagen, wäre die schon mehrmals beschriebene Korrektur von 5 – 10%  drin. Im anderen Fall würde sich die Seitwärtskonsolidierung nach oben auflösen. Also weiterhin Stop-Loss-Marken beachten, die  wir wieder 2,5% unter den heutigen Schlusskursen neu setzen. Am Gründonnerstag, dem 18.4., ist der Auslauftermin der  April-Optionen. Für die Europäer kommt danach ein langes Wochenende, für die US-Amerikaner beginnt die Handelswoche  bereits am Montag. 

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren