Aktien: Die Rückkehr der Volatilität

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Aktien: Die Rückkehr der Volatilität

Einen Tag nach dem Kursbeben haben die US-Börsen am Dienstag wieder ein Stück Boden gutmachen können. Stabilität ist das allerdings noch nicht. Die über 1.300 Punkte Kursverlust, die der DAX innerhalb weniger Tage wegstecken musste, hatten den Volatilitätsindex VIX auf Niveaus um die 50 katapultiert. Das war natürlich ein komplett neues Gefühl nach Zeiten von 10 bis 15.

Hinter dem so genannten „Powell-Put“ – benannt nach dem neuen Präsidenten der US-Fed – steckte die Angst vieler Investoren, angesichts des kräftigen Stellenzuwachses vom Januar mit einem stärkeren Zinsanstieg rechnen zu müssen als bislang angenommen. In Europa bereiteten Spekulationen auf ein Ende der Versorgung mit billigem Notenbankgeld noch vielen Aktienanlegern Kopfzerbrechen. Auch wenn 0,72 % Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe allein noch kein Beinbruch ist, muss man die Entwicklung im Auge behalten. Denn je höher die Rendite klettert, umso attraktiver werden Anleihen als konkurrierende Assetklasse zu Aktien.

Interessant bleibt auch der historische Blick auf derartige Vola-Spikes. Ein von Fundamentaldaten nicht unterstützter Kurssturz hatte kaum Auswirkungen auf die weitere Performance der kommenden Monate. Ausnahmen waren immer Korrekturen, die von einem Wachstumsrückgang begleitet worden waren. Dieses Mal fehlen entsprechende Begleitumstände völlig, was wiederum zweistellige Erholungspotenziale mit sich bringen kann. In einigen Fällen war ein Großteil der Performance bereits nach drei Monaten erreicht.

Nicht alle Titel hatten gleichermaßen massiv gelitten. Bei den Einzelwerten stach am Dienstag GM hervor. Die Titel stiegen um 5,8% auf 41,86 USD. Die Quartalszahlen des Autobauers waren ohne Berücksichtigung der Steuerreform besser als erwartet ausgefallen. Auch Apple war gefragt: Die Papiere verteuerten sich um 4,1% auf 163 USD. In den vergangenen fünf Handelstagen hatten sie bis Montagabend fast 7% eingebüßt.

Es sind vor allem überzeugende Quartalszahlen, die im Augenblick neue Stars am Aktienmarkt kreieren können. Das wiederum trifft auch für die britische BP zu, die für das vierte Quartal überzeugende 9% über Konsens liegende Erlöse berichtete. Der Gewinn lag allerdings 7% darunter. Hier hatten Sonderaufwendungen belastet.

Wichtiger war der 18er Ausblick. Der wiederum war geprägt durch geringere Raffinerie-Margen, aber guten Perspektiven  in der Petrochemie. Auf den Punkt gebracht dürfte sich der Trend im Gewinn pro Aktie weiter steigern lassen. Die Quartalsdividende bleibt mit 10 US-cents unverändert. Halten.

Zum Portfolio: Unbestritten – die letzte Woche war extrem teuer. Wir lassen die 15. unbelegte Position weiter offen. Bei den Optionen lecken wir unsere Wunden bei der Deutsche Bank Option und machen derweil einen neuen Put bei den Volkswagen Vorzügen Basis 165 März zu 5,00 EUR auf. In der Vorbereitung sind neue Positionen in Apple, Valeant und Infosys.

Von | 2018-02-08T16:05:37+00:00 08.02.2018|Kategorien: Aktienmarkt|Kommentare deaktiviert für Aktien: Die Rückkehr der Volatilität

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