[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Optionsauslauf am vergangenen Freitag hatte die Züge eines Short-Squeeze. Man wurde das Gefühl nicht los, dass hier einige Leerverkäufer auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Hinzu kam die Euphorie über ein mögliches Ende des Handelskonflikts zwischen den USA und China.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Das hatte sich bereits am Dienstagabend wieder eingetrübt, als die Financial Times berichtete, dass vorbereitende Gespräche mit den chinesischen Ministern für Handel und Finanzen abgeblasen worden wären. Vor allem die Technologiebörse Nasdaq schmierte mit 2% Minus regelrecht ab. Nach Börsenschluss beeilte sich dann Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow, das wiederum zu dementieren. Offiziellen Angaben zufolge halten die USA an den geplanten Handelsgesprächen mit China fest.[/vc_column_text][vc_column_text]Chinas Wirtschaft verliert weiter an Schwung. Im vergangenen Jahr stieg das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft so langsam wie seit 28 Jahren nicht mehr. 6,6% waren es für das Gesamtjahr, nur 6,4% für das vierte Quartal. Doch Rettung naht: Nicht nur den Regionalregierungen wurde nun die Neuemission von 1.390 Mrd. RMB an Anleihen (das sind gut 200 Mrd. USD) erlaubt. Auch die Notenbank hatte in den vergangenen zwei Monaten den Banken bereits 900 Mrd. RMB (132 Mrd. USD) zur Verfügung gestellt.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29031″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Ergebnis: Wenn nun nach Trumps Jargon ein den Konflikt lösender „Deal“ zustande kommt, müssten am Ende nicht nur höhere Kurse in China die Konsequenz sein.
[/vc_column_text][vc_column_text]Aus den USA wurden noch am Freitag überzeugende Daten zur industriellen Fertigung berichtet. So konnte die Industrieproduktion im Dezember überraschend um 0,3% gegenüber dem Vormonat gesteigert werden (erwartet 0,2%). Ernüchternde Daten lieferte allerdings der von der University of Michigan berichtete Wert für die Stimmung der US-Verbraucher. Mit 90,7 Punkten verschlechterte sich der Sentiment-Indikator deutlich gegenüber 98,3 Punkten bei der Umfrage Ende Dezember. Die laufende Berichtssaison in den USA untermauert derweil die Konjunktursorgen. Der pessimistische Ausblick von Black & Decker gab zusammen mit einem unter Erwartung liegenden Quartalsgewinn Anlass für einen 15%-igen Kurssturz. IBM berichtete über einen Umsatzrückgang im 4. Quartal, konnte aber mit einem Gewinnsprung glänzen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Festgemacht am allseits beachteten Citigroup Economic Surprise Index kann man für die USA ein Patt zwischen über Erwartung und unter Erwartung liegenden Unternehmensdaten ausmachen. Das sieht in der Eurozone komplett anders aus. Hier überwiegen derzeit eindeutig die negativen Überraschungen. Das sah man gerade bei Henkel. Am Mittwoch enttäuschte der niederländische Halbleiterindustriezulieferer ASML mit seiner düsteren Prognose für das erste Quartal, wo er mit einem Umsatzrückgang auf rund 2,1 Mrd. EUR – nach 3,1 Mrd. EUR im vierten Quartal – rechnet. Auch die Bruttomarge dürfte von zuletzt 44,3% auf 40% sinken. Da half nur eine Dividendenerhöhung um 50%, um den Kursrückgang zu dämpfen. Die Abschwächung der Konjunktur steckt der Aktienmarkt also nicht so leicht weg. Gehen Sie demnach von weiteren „Tretminen“ in den kommenden Wochen aus.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29015″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Öl steuert 2019 auf den besten Jahresstart seit 2001 zu. Mit über 60 USD pro Barrel Brent und 52 USD für die Sorte WTI befindet sich der Ölpreis in der Nähe der Stände von Anfang Dezember 2018. Während sich in den USA das Wachstum der Schieferölproduktion wohl weiter verlangsamt, rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) in diesem Jahr trotz der Zeichen einer globalen wirtschaftlichen Abschwächung mit einer relativ stabilen Nachfrage. Wir hatten bereits in der Ausgabe vom 10.01. auf Seite 3 unsere alten Favoriten kurz herausgestellt.[/vc_column_text][vc_column_text]Dass es bei der Halbleiterindustrie nicht so schlimm aussieht wie die Kurse es Glauben machen wollen, offenbarte gestern der Quartalsbericht von Lam Research, die wir auch im Portfolio halten. Verdient wurden im vergangenen Quartal 3,52 USD pro Aktie, der Umsatz kletterte auf 2,52 Mrd. USD. Beide Zahlen lagen über den Erwartungen der Analysten. Hinzu kam die Ankündigung eines 5 Mrd. USD schweren Aktienrückkaufprogramms. Und auch das erste Quartal sieht der neue Vorstandsvorsitzende Tim Archer keineswegs negativer als das 4. Quartal 2018. Wer hier noch aufstocken möchte, tut das mit dem Verkauf einer Verkaufsoption März Basis 150 USD.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Zu den Indizes: Mit dem fulminanten Kursanstieg vom vergangenen Freitag haben die Indizes ansatzweise den Abwärtstrendkanal des Vorjahres verlassen können. Nun muss sich entscheiden, ob das Niveau gehalten werden kann und damit die Basis für eine weitere Kurserholung gelegt werden kann. Wir bleiben bei unserer generell positiven Einschätzung und setzen auf ein Gelingen des Ausbruchs nach oben. Vor allem interessieren wir uns für die weitere Entwicklung des Hang Seng Index. Der konnte sich von seinem Tief bei 25.000 Punkten inzwischen wieder gut 8% nach oben entfernen und hat dabei auch seinen Abwärtstrend gebrochen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29019″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Das Portfolio bauen wir zugunsten weiterer chinesischer Aktien um, denn was ist naheliegender als steigende Kurse, die einem unmittelbar durch die expansive Fiskal- und Geldpolitik angestoßenen Investitionsschub folgen. An dieser Stelle kommen regelmäßig Infrastrukturwerte. Wir denken aktuell etwas um die Ecke und tauschen heute die Vodafone-Aktie gegen die China Telecom aus. Hier geht es vor allem um den Switch von Sprache zu Datentransfer, wovon der bezogen auf die Kundenbasis zweitgrößte Provider der Welt schrittweise weiter profitiert.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Besonders die landesweite Etablierung des 4G-Netzes gelingt den Chinesen, die in diesem Bereich mit dem etwas kleineren Telecom- Anbieter China Unicom kooperieren, besonders gut. Dabei deckt China Telecom anders als China Mobile auch das Festnetz mit ab. Die historisch günstige Bewertung beim Buchwert sticht gerade bei den zwei kleineren chinesischen Telecoms Unicom und Telecom im Vergleich zu den anderen asiatischen Konkurrenten heraus. Die Eigenkapitalrendite war bislang bei 6-7% festgeschraubt, könnte sich aber angesichts der Kostensynergien und der verstärkten Investitionstätigkeit in Infrastrukturprojekten unerwartet erhöhen. Das KGV ist mit knapp 15 allerdings kein Schnäppchen. Wie in Europa auch, ist der chinesische Telekomsektor ein regulierter Markt, in dem die Preise quasi festgesetzt werden. Dieses Risiko bleibt.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29023″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row]
