Der Touristik-Konzern TUI bleibt in einem extrem schwierigen Marktumfeld. Das zeigten auch die gerade präsentierten Zahlen zum zweiten Fiskalquartal. Das Unternehmen konnte nur einen Umsatz von gut 248 Mio. EUR verbuchen. Analysten hatten hier immerhin noch mit gut 260 Mio. EUR gerechnet. Die ganze Dramatik sieht man dabei vor allem auch im Halbjahresvergleich, da Corona im vergangenen Jahr erst zum Ende des Halbjahres an Wirkung entfaltete. So lag der Umsatz vor Jahresfrist im ersten Halbjahr bei 6,6 Mrd. EUR, im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres bei nur noch 716 Mio. EUR

Immerhin: Auf der Ertragsseite sah es etwas besser aus. Mit einem berichteten EBITDA-Verlust von 375,7 Mio. EUR schnitt das Unternehmen sogar besser aus als erwartet. Die von FacSet befragten Analysten hatten mit einem Verlust von 549,7 Mio. EUR gerechnet. Letztlich zeigt sich auch bei diesen Zahlen:

TUI setzt auf das Prinzip Hoffnung. Nachdem die Wintersaison durch Corona und die entsprechend strengen Reisebeschränkungen verdorben wurde, hofft man nun wenigstens auf ein besseres Sommer-Ergebnis. Die Markttrends sprechen da sicherlich für diesen Optimismus. So hat eine aktuelle Umfrage ergeben, dass rund 70% der Europäer möglichst bald verreisen wollen und auch schon gebucht haben. So konnte auch TUI zuletzt einen starken Buchungszuwachs melden. Aber es wird sicherlich noch eine ganze Weile dauern, bis hier von einer halbwegs Normalisierung gesprochen werden kann.

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