[vc_row][vc_column][vc_column_text]Auch im neuen Börsenjahr bleibt für Anleihen-Investoren die Grundproblematik: Die meisten Neuemissionen, egal ob attraktiv oder nicht, kommen mit sehr hohen Mindeststückelungen von mindestens 100.000 EUR (oder entsprechende Fremdwährungen) an den Markt. Gerade für Privatanleger ist es hier ein hartes Stück Arbeit, aussichtsreiche und vor allem passende Emissionen zu finden.[/vc_column_text][vc_column_text]Die gute Nachricht: Es gibt sie noch. Wobei gleich vorausgeschickt werden muss, dass vor dem Hintergrund erwartbarer höherer Renditeniveaus aufgrund von geldpolitischen Veränderungen mehr taktisch als strategisch entschieden werden muss. Will heißen: Aus unserer Sicht sind derzeit nicht die Laufzeiten entscheidend, sondern die mit Sicht auf die nächsten 2 – 3 Jahre möglichen Renditen und das dazugehörige Markt-Sentiment, soweit es für mögliche Kursgewinne spricht. Unter diesen Voraussetzungen also zwei bzw. drei Neu-Empfehlungen.[/vc_column_text][vc_column_text]Fresenius: Der Gesundheitskonzern hat – wie schon berichtet – die spanische Klinikkette Quironsalud übernommen. Dafür hat man 5,8 Mrd. EUR bezahlt. Einen signifikanten Teil des Übernahmepreises zahlt man nun durch den Erlös von neuen Anleihenemissionen. Insgesamt werden vier Tranchen mit Volumen zwischen 500 und 700 Mio. EUR und Laufzeiten von 5 – 15 Jahren am Markt untergebracht.[/vc_column_text][vc_column_text]Insgesamt werden 2,6 Mrd. EUR eingesammelt. Die durchschnittliche Rendite der vier Tranchen liegt bei 1,8% mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 8,8 Jahren. Für Fresenius ein gutes Geschäft, da die Rendite des Anleihen-Teils unter der Durchschnittsverzinsung von 2% der anderen Finanzierungsinstrumente liegt.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch für Privatanleger gibt es hier interessante Ansätze. Das betrifft aus unserer Sicht vor allem die beiden Emissionen mit Laufzeiten bis 2027 und 2032. Beide Tranchen kommen mit einer Mindeststückelung von 1.000 EUR, Renditen von 2,1% bzw. knapp 3% und Kursen knapp über pari (zum Redaktionsschluss). Emittentin ist jeweils die Tochter Fresenius Finance Irland. Tendenziell würden wir hier die Chancen im Kurs auf 300 – 400 Basispunkte schätzen.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Beide Tranchen sind für uns eine Kaufempfehlung. Darüber hinaus haben wir uns entschieden, die 2027er Anleihe in das konservative Musterdepot mit aufzunehmen. Die 2032er Anleihe nehmen wir in das Musterdepot europäische Unternehmensanleihen auf. Anfangsposition jeweils 10.000 EUR Nennwert.[/vc_column_text][vc_single_image image=“20087″ img_size=“full“][vc_column_text]Broadcom: Der amerikanische Chip-Designer hat es geschafft, mit seiner Neuemission einen ersten Spitzenwert in diesem Jahr zu markieren. Denn man hat ebenfalls in mehreren Tranchen insgesamt 13,55 Mrd. USD platzieren können. Das war mehr als erwartet. Im Vorfeld lagen die Schätzungen für das Platzierungsvolumen zwischen 10 und 13 Mrd. USD, aber Broadcom stieß auf eine sehr robuste Nachfrage und konnte entsprechend aufstocken.[/vc_column_text][vc_column_text]Was auch nicht wundert. Denn der Appetit der Investoren vor allem nach Emissionen von Investmentgrade-Emittenten ist trotz des schwierigen Umfeldes nach wie vor sehr stark. Das spiegelt sich auch darin wider, dass bis zum Dienstag vergangener Woche bereits 65 Mrd. USD an neuen Anleihen durch US-Investmentgrade-Unternehmen platziert werden konnten. Das war für diesen Vergleichszeitraum seit Jahresanfang der stärkste Jahresauftakt seit 1995. Doch zurück zu Broadcom. Was macht das Unternehmen so attraktiv auch für Gläubiger?[/vc_column_text][vc_column_text]Letztlich gehört das Unternehmen zu der Art von Firmen, die als Rückgrat des Computer-und Kommunikationssektors gesehen werden. Broadcom ist in drei wesentlichen Segmenten tätig. Rund ein Drittel der Umsätze kommen aus dem Bereich kabellose Kommunikation, wo Hersteller von mobilen Geräten wie Apple zu den Kunden gehören. Rund die Hälfte der Umsätze macht Broadcom aber immer noch im kabelgebundenen Infrastruktur-Segment, wo Netzwerkfirmen auf die Halbleiterprodukte von Broadcom aufbauen. Das dritte große Segment ist dann der Bereich Speicher-Technologien.[/vc_column_text][vc_column_text]Broadcom selbst konnte hinsichtlich seiner Wachstumsdynamik in den vergangenen vier Quartalen seine Gewinne stetig steigern und dies dann auch noch über den Markterwartungen. Gleiches erhoffen sich die Analysten natürlich auch vom aktuellen Fiskalquartal, das im Januar endet. Dass Broadcom jetzt mit einer Mega-Anleihen-Emission herausgekommen ist, dürfte dabei gut getimt sein. In diesem Zusammenhang gefällt uns vor allem die bis 2022 laufende Emission mit einem Kupon von 3% und einer Mindeststückelung von 2.000 USD. Hier empfehlen wir ebenfalls den Einstieg und nutzen die verbliebene Liquidität im Musterdepot Dollar-Anleihen zum Investment.[/vc_column_text][vc_single_image image=“20091″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]