[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vor 14 Tagen hatten wir bereits dargestellt, dass die spanische Santander zur Finanzierung der Übernahme der insolventen Banco Popular eine Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe durchführte. Dies waren allerdings streng genommen nur die Nachwehen eines Ereignisses, das letztlich als Testfall für den Markt der Pflicht-Wandelanleihen, kurz CoCo-Bonds, gilt. Denn erstmals wurden Pflichtwandelanleihen zusammen mit dem Aktienkapital einer Bank abgeschrieben.[/vc_column_text][vc_column_text]Zuvor hatte die Europäische Zentralbank die spanische Bank als nicht überlebensfähig erklärt, was dann dazu führte, dass auf Anordnung des Single Resolution Boards (SRB – Bestandteil der europäischen Banken-Union) wie gesagt das Aktienkapital und das zusätzliche Kernkapital abgeschrieben wurden. Auf offizieller Ebene wurde diese Transaktion fast schon gefeiert, denn erstmals wurde in der Eurozone eine Bank ohne Einsatz von Steuergeldern abgewickelt.[/vc_column_text][vc_column_text]Für die Gläubiger von CoCo-Anleihen war dies auf den ersten Blick durchaus eine schwierige Erkenntnis. Zumal die EZB durch ihre Entscheidung auch gleichzeitig zwischenvertragliche Vereinbarungen zwischen der Banco Popular und ihren Gläubigern aushebelte.[/vc_column_text][vc_column_text]Denn die im Feuer stehenden Coco-Anleihen hatten vertraglich für die Pflicht-Wandlung bzw. Abschreibung so genannte Trigger definiert. Diese lagen für die Kernkapitalquote bei 7% bzw. 5,125%. Als die EZB den Stein ins Rollen brachte, lag die offizielle Kernkapitalquote der Banco Popular allerdings noch bei 7,33%. Eine Abwicklung der Cocos wäre unter diesen Prämissen also nicht notwendig gewesen.[/vc_column_text][vc_column_text]Zweiter Faktor: Die EZB hat gezeigt, dass sie mit zweierlei Maß misst. Denn in zeitlicher Nachbarschaft standen bekanntlich auch die beiden italienischen Banken Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza im Feuer. Für beide ordnete die EZB ebenfalls die Insolvenz an. Nur mit dem Unterschied, dass hierbei nun die italienische Regierung mit insgesamt 17 Mrd. EUR Steuergeldern eingriff.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Angesichts dieser Diskrepanzen zeigte der Markt eine überraschende Reaktion, nämlich faktisch keine. Wofür es mehrere Erklärungsansätze gibt. Zum einen wurde die Abwicklung der Banco Popular bzw. ihrer Coco-Anleihen quasi nach Lehrbuch umgesetzt (wenn man mal das unschöne Thema Kernkapitalquote vergisst), was entsprechend in der technischen Umsetzung keine Überraschung bot. Zum anderen war die Banco Popular kein großes Institut, deren Insolvenz also im Gesamtmarkt mehr als überschaubar. Und es gibt noch einen dritten Aspekt. Denn in den unterschiedlichen Handhabungen der Banken-Insolvenzen in Spanien und Italien zeigte sich auch, dass hier durchaus politische Unterschiede gemacht werden. Das versuchen die Märkte einzupreisen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“16570″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Damit kommen wir zur guten Nachricht: Denn unsere Entscheidung aus dem vergangenen Jahr, raus aus Einzelengagements im Coco-Markt zu gehen (gleichzeitige Schließung eines entsprechenden Musterdepots) und dafür auf eine zertifikatsgestützte Risikostreuung zu setzen, hat sich bislang mehr als bezahlt gemacht. Mit unserem Swiss-CoCo-Zertifikat liegen wir derzeit gut im Plus und die bisherige Kurstendenz im Zertifikat lässt vermuten, dass dieser Aufwärtstrend weiter Bestand haben kann.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Unter Berücksichtigung der nun beobachteten Ergebnisse einer echten Abwicklung und einer steuerfinanzierten Bereinigung sind wir bereit, hier noch einmal deutlich nachzufassen. Das bedeutet, dass wir für das Zertifikat aus dem spekulativen Musterdepot noch einmal 50 Anteile kaufen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]