[vc_row][vc_column][vc_column_text]Beim größten deutschen Telekom-Anbieter Deutsche Telekom droht ein Milliardenloch in der Bilanz. Denn bei der Beteiligung am britischen Telekom-Konzern BT Group hat man zumindest aus finanzieller Sicht aufs falsche Pferd gesetzt. An den Briten ist die Deutsche Telekom seit letztem Jahr mit 12% beteiligt. Diese 12% hatte die Deutsche Telekom im Tausch für ihren Anteil am Mobilfunkbetreiber EE erhalten, der durch BT Anfang 2016 übernommen wurde.[/vc_column_text][vc_column_text]Im Gegensatz zum Joint-Venture-Partner Orange, der den Großteil seiner EE-Beteiligung gegen Bares abgegeben hatte, entschied sich die Deutsche Telekom für eine ausschließliche Aktienbeteiligung. Diese steht bislang noch mit 7,4 Mrd. EUR in der Bilanz, ist allerdings nach einem deutlichen Kursrutsch bei BT Group nur noch rund 4,2 Mrd. EUR wert. Das macht unter dem Strich einen Wertberichtigungsbedarf von voraussichtlich 3 Mrd. EUR.[/vc_column_text][vc_column_text]Das zieht natürlich nun massiv Kritik auf das Unternehmen. Denn viele Analysten bemängeln, dass sich die Deutsche Telekom hier wichtige Milliarden für das eigene Investitionsprogramm entgehen lassen hat. Dass die eigenen Kapitalmöglichkeiten hier sichtbar begrenzt sind, lässt sich auch daran ablesen, dass der Telekom-Anbieter zuletzt versucht hat, den besonders kapitalintensiven Umbau seiner Infrastruktur auf Glasfaser durch Partnerschaften mit Versorgern und regionalen Anbietern zu stemmen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Keine Frage: Auch wenn hier augenscheinlich operative Fehlentscheidungen getroffen worden sind, die letztlich nun auch deutliche Auswirkungen auf die Bilanz haben, so steht der Ruf der Deutschen Telekom als zuverlässiger Emittent nicht infrage.[/vc_column_text][vc_column_text]Dennoch müssen wir hinsichtlich unserer bisherigen Dispositionen in den Telekom-Anleihen etwas konsequenter rangehen. Denn nachdem wir zuletzt in Ausgabe 44/16 schon darauf hingewiesen hatten, dass die von uns präferierten Anleihen nach erfreulichem Emissionsstart zunehmend zu Wackel-Kandidaten geworden waren, hat sich leider dieser Zustand am Markt verfestigt.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“19259″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Das bedeutet konkret, dass sowohl die bis 2023 laufende Anleihe als auch die bis 2028 laufende Anleihe derzeit knapp unter pari liegen. Angesichts der überschaubaren Kupons ist das mittel- bis langfristig nicht tragfähig. Insofern plädieren wir dafür, die derzeitige Erholung zwar noch mitzunehmen, bei Anzeichen einer erneuten Schwäche aber zu verkaufen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]